Tag 6: Nebel

Da wo in der Nacht noch beste Sicht war, hing dichter Nebel. Weil der Weg weitgehend im Tal um die Fjorde führte, änderte sich daran auch die nächsten 150km nicht. Als es dann etwas höher ging, wurde es besser. Ein paar schöne Aufnahmen sind trotzdem entstanden. Im Gegensatz zum Hinweg war die Fahrt heute am Samstag viel angenehmer, denn es waren kaum Autos unterwegs, vor allem keine Lastwagen. Dafür hatte aber auch kein Kaffee offen. Ich habe bis Mittags gebraucht, bis ich meinen Kaffee hatte.

In der Nacht war noch beste Sicht
Nebel kann auch schön sein
Wie immer tolle Landschafr

Nun ging das Abenteuer weiter. Ich wollte ja die Lofoten. Also habe ich mir den Destinationcharger in Svovær gesucht und angerufen. Leider gab es kein Zimmer mehr, aber die Person am anderen Ende wollte einen Ladeplatz freihalten. Es war ein großer Fehler, denn eigentlich wollte ich ja zur Walsafari. Die startet aber in Andenes. Also ganz andere Ecke. Ich hätte dort zuerst hinfahren sollen. Das wäre von der Richtung besser gewesen. Nun mache ich es umgekehrt. In Andenes muss ich ohnehin am öffentlichen Charger laden. In Svoyær angekommen musste ich feststellen, dass die Charger durch Verbrenner blockiert waren. Glück im Unglück, ein paar Meter weiter gibt es zwei öffentliche Ladestellen und die funktionieren einfach. Svoyær ist allerdings nicht schön und ziemlich heruntergekommen. Da auch die Hotelalternativen alle ausgebucht waren, hieß es aufladen und ein Stück außerhalb ein schönes Plätzchen suchen.

Was sonst noch so auffällt, die Häuser sind alle einfach aus Holz gebaut und die Fenster einfach. Nichts von wegen KW50 Haus, eher KW200. Und die werden mit Heizlüftern beheizt. Ich kann es gar nicht fassen. Ich hatte gestern noch die Servicekraft danach gefragt, was die Norweger in der Nordkapregion eigentlich so arbeiten. Die erste Antwort war nichts, die zweite war Fischen und Rentierhüten. Ok, es war eine Finnin, die das sagte. Aber viel bleibt nicht übrig, Busfahrer, Arzt oder Bauarbeiter? So sehr viel arbeiten auch nicht in der Tourismusbranche. Sie machte mich auch darauf aufmerksam, dass viele der Häuser gar keinen Zugangsweg haben. Das würde bedeuten, dass sie hauptsächlich im Winter genutzt werden.

Auf dem Weg zu den Lofoten habe ich mir noch zwei Ansichtshinweise angesehen. Der erste war die berühmte Gorsabrua (Brua = Brücke). Allerdings hätte ich 4km über Schotterpiste mit riesigen Schlaglöchern fahren müssen. Das wollte ich dem Auto nicht antun. Die Bilder im Netz sind aber beeindruckend, wie die Landschaft auch. Für diejenigen, die offroadsichere Autos haben sicher einen Besuch wert, auch wenn man nicht herunterspringen will. Der zweite Tip ist das Polar Arctic Wildlife Center. Ein Tierpark mit Bären, Wölfen und sonstigen frei herumlaufendem Getier. Ist etwas für eher kleinere Kinder.

Krönender Abschluss des Tages waren die Nordlichter. Die Sicht war perfekt. Allerdings habe ich nur schwache Nordlichter gesehen. Wie ich später erfahren sollte, in Stärke 2. Das bedeutet, man sieht mit dem Auge eine leichte Schleierwolke, die kaum als Nordlicht zu erkennen ist. Erst die Fotoaufnahme offenbart, dass es sich um ein Nordlicht handelt. Zuerst habe ich die Aufnahmen mit Blende 2.8, 30 Sekunden Belichtung und ISO 100 gemacht. Dann erscheint zunächst das Nordlicht in grün. Anschließend habe ich ISO 1600 gewählt, was weitere Details und das rote Licht sichtbar gemacht hat.

Das Nordlicht zeigt die Bergkannte
Es geht auch größer

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