Woran haben Politiker ein Interesse?

Die Bundesregierung hat jetzt gerade beschlossen die Energiesteuer für Benzin und Diesel um 17 Cent zu senken. Was macht das für einen Sinn und was könnte man stattdessen tun?

Meiner Meinung nach führt die Senkung der Energiesteuer nur dazu, dass kurzfristig die Preise für Benzin und Diesel für eine kurze Zeit sinken, um anschließend wieder zu steigen, damit sich die Mineralölkonzerne noch mehr unter den Nagel reißen können. Warum die Bundesregierung so agiert, ist mir ein Rätsel, wobei, wenn man sich die Historie der Wirtschaftsministerin anschaut, kann man sich seinen Teil denken.

Was sollte man stattdessen tun? Die aktuelle Krise zeigt doch, dass wir uns unabhängig von Rohstoff- und Energielieferanten machen müssen. Das gelingt vor allem durch eine Elektrifizierung der Welt. Ein Beispiel dafür aus der Historie. Eine E-Lok macht keinen Dreck, ist stärker, schneller und wartungsfreundlicher als jede Dampflokomotive. In die heutige Zeit portiert: Ein E-Auto stößt keine schädlichen Gase aus, ist leiser und tendenziell billiger. Warum also wird so am Verbrenner festgehalten? Ich verstehe das nicht. Nun kann man sagen, dass für die E-Mobilität noch gewissen Dinge fehlen. Was also könnte die Regierung tun? Ein paar Rechenbeispiele:

Im Jahr 2024 wurden in Deutschland laut Statistischem Bundesamt ca. 60 Mrd. Liter Benzin und Diesel verbrannt (https://www.destatis.de/DE/Themen/Staat/Steuern/_Grafik/_Interaktiv/verbrauchsteuern-benzin-dieselverbrauch.html. Das sind pro Tag ca. 165 Mio. Liter. Wenn der Preis für den Kraftstoff um einen Euro steigt, wie es in den letzten Wochen zumindest bei Diesel der Fall gewesen ist, dann zieht der Staat jeden Tag 31 Mio. € (165 * 0,19) mehr an Mehrwertsteuer ein.

Im Jahr 2024 wurden ca. 432 Mrd. Kilowattstunden Strom erzeugt (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/03/PD25_091_43312.html). Das macht 1,2 Mrd. Kilowattstunden pro Tag. Das bedeutet, dass man mit den mehr Mehrwertsteuereinnahmen der erhöhten Spritpreise den Preis für eine Kilowattstunde Strom um ca. 3 Cent senken könnte (die Netzentgelte). Wenn man das tun würde, käme das Allen zu Gute und nicht nur einer bestimmten Bevölkerungsgruppe. Wärmepumpen und die E-Mobilität würden attraktiver werden.

Stattdessen senkt der Staat die Energiesteuer und verzichtet auf Geld. Wo kommt das Geld her? Es kommt von den Arbeitnehmern, also denjenigen die Steuern bezahlen. Wem kommt es zu Gute? Den Unternehmen die noch nicht auf E-Mobile umgestellt haben. Es handelt sich also mal wieder um eine Umverteilung von Unten nach Oben. Gleichzeitig wird den Menschen signalisiert, dass man immer so weiter machen kann. Die Folgen sind Unsicherheiten in der Industrie, eine weitere Zerstörung der Umwelt für die zukünftigen Generationen, Befeuerung des Klimawandels, dessen Folgen immer teurer werden und vor allem das Abhängen der Deutschen Wirtschaft im internationalen Vergleich. Ich kann diese Art der Politik nicht nachvollziehen.

Die Politik sollte die Chance nutzen und in die Zukunft investieren. Es fehlt weiterhin an einfachen Ladepunkten an Parkbuchten und Schnellladern für LKW. Außerdem muss das Bezahlen an den Ladesäulen einfacher werden. Zum Benzin bezahlen brauche ich auch keine spezielle Aral oder Shell Karte und wenn ich die nicht habe kostet der Liter noch mehr. An diesen Punkten muss die Politik dringend etwas tun.

Außerdem brauchen wir Batteriegroßspeicher und keine Phantastereien einer Ministerin und eines Ministerpräsidenten. Wir müssen unabhängig werden, was wir nicht durch den Bau von Gaskraftwerken schaffen, es gibt keine kleinen Atomkraftwerke und ich möchte auch diejenigen sehen, die ein solches im Nachbarhaus sehen wollen. Ganz abgesehen von der ungelösten Endlagerfrage (und woher kommt eigentlich das Uran?). Auch wird es keine Fusionsreaktoren auf absehbare Zeit geben. Dazu noch ein Hinweis. Ein Fusionsreaktor ist ein Neutronenstrahler, noch stärker als ein Atomkraftwerk. Ich möchte nicht daneben wohnen. Das Problem scheint mir zu sein, dass die Entscheider so alt sind, dass sie die Probleme nicht mehr selber erleben. Ich persönlich finde das sehr egoistisch.

Kommen wir zur Ausgangsfrage, warum Politiker so agieren? Ich weiß es nicht. Ich kenne nicht deren Gedanken und Beweggründe. Sind sie so dumm, so korrupt oder bezahlt? Ich hoffe in ihrem Interesse, dass sie einfach nur dumm sind.

E‑Mobilität für alle: ökologisch, bequem und sozial

In meinem vorherigen Artikel habe ich beschrieben, dass wir keine abstrakte Energiediskussion brauchen, sondern Lösungen, die den Menschen im Alltag wirklich helfen. Dieser neue Beitrag knüpft genau dort an: Er zeigt eine konkrete, technisch machbare und sozial gerechte Lösung für eines der größten Probleme der E‑Mobilität – die fehlende, unfaire und oft überteuerte Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum.

Denn die Realität ist klar: Viele Menschen besitzen keinen eigenen Stellplatz und damit auch keine Möglichkeit, zu Hause zu laden. Öffentliche Ladepunkte sind häufig rar, ungleich verteilt oder schlicht zu teuer. Die Folge ist eine strukturelle Benachteiligung all jener, die auf der Straße parken müssen – und damit ein Hindernis für den Umstieg auf klimafreundliche Mobilität.

Gleichzeitig existieren die technischen Lösungen längst: Systeme, die das Laden so einfach machen könnten wie das Einstecken eines Steckers. Infrastruktur, die sich unauffällig in den Straßenraum integrieren lässt. Abrechnungsmodelle, die fair und transparent wären. Und ein Ansatz, der sowohl ökologisch sinnvoll als auch sozial gerecht ist.

In diesem Artikel beschreibe ich, wie eine solche Lösung aussehen kann – und warum sie nicht nur möglich, sondern eigentlich längst überfällig ist.

Die aktuelle Problematik: fehlende Ladepunkte, ungerechte Preise und strukturelle Hürden

Die Herausforderungen der E‑Mobilität zeigen sich besonders deutlich dort, wo Menschen wohnen – und zwar unabhängig davon, ob sie in einer Großstadt oder in einem ländlichen Ort leben. Wer keinen privaten Stellplatz besitzt, steht vor denselben grundlegenden Problemen: Es fehlt an wohnortnahen Lademöglichkeiten, die vorhandene Infrastruktur ist oft überlastet oder unpraktisch gelegen, und die Preise an öffentlichen Ladepunkten liegen deutlich über dem Haushaltsstrompreis. Damit entsteht eine strukturelle Ungleichheit, die den Umstieg auf klimafreundliche Mobilität unnötig erschwert.

In dicht besiedelten Stadtgebieten ist das Problem besonders sichtbar. Die meisten Menschen parken am Straßenrand, oft weit entfernt von den wenigen verfügbaren Ladesäulen. Selbst wenn Ladepunkte vorhanden sind, sind sie häufig zugeparkt, defekt oder schlicht überlastet. Die Folge: Wer auf der Straße parkt, hat kaum eine realistische Möglichkeit, sein Fahrzeug zuverlässig und bezahlbar zu laden.

Auch außerhalb der Städte ist die Situation für viele nicht besser. Zwar gibt es mehr Platz, aber Mieterinnen und Mieter haben auch hier selten Einfluss darauf, ob ein Stellplatz mit einer Lademöglichkeit ausgestattet wird. Vermieter scheuen oft den Aufwand oder die Kosten, obwohl die technische Umsetzung längst unkompliziert wäre. Das Ergebnis ist dasselbe wie in der Stadt: Menschen ohne eigenen Ladepunkt zahlen mehr, haben weniger Komfort und sind beim Laden auf Glück und Improvisation angewiesen.

Ein weiteres Problem ist der Preis. Während Haushaltsstrom zu einem regulierten Tarif bezogen wird, liegen die Kosten an öffentlichen AC‑Ladepunkten oft deutlich höher. Das ist paradox: Wer keinen eigenen Stellplatz hat, zahlt mehr – obwohl er eigentlich weniger Wahlmöglichkeiten hat. Diese Ungleichheit ist sozial ungerecht und bremst die Akzeptanz der E‑Mobilität.

Die Technik ist soweit

Eine technische Lösung für das einfache Aufladen von E-Autos gibt es längst. Tesla Fahrer kennen das. Sie fahren an die Ladesäule und stecken das Ladekabel ins Auto. Fertig. Die Supercharger verwenden dazu ein eigenes Protokoll, aber unter dem Stichwort Plug & Charge gibt es bereits mit der ISO 15118 eine allgemeine Lösung. Man muss nur einmal im Auto seine Vertragsdaten hinterlegen. Neuere E-Autos sollten dies unterstützen. Dann heißt es nur noch Stecker einstecken und der Rest passiert automatisch. Keine Apps, keine Ladekarten, kein Tarifdschungel.

Das Prinzip ist einfach: Das Fahrzeug identifiziert sich beim Einstecken selbstständig an der Ladesäule. Der hinterlegte Stromvertrag wird automatisch erkannt, und die Abrechnung erfolgt im Hintergrund – bundesweit, an jedem kompatiblen Ladepunkt. Damit wird das Laden nicht nur komfortabler, sondern auch fairer, weil alle Menschen unabhängig von ihrem Wohnort oder Stellplatz dieselbe einfache und zuverlässige Möglichkeit erhalten, ihr Fahrzeug zu laden.

Was getan werden muss

Damit E‑Mobilität wirklich für alle funktioniert, braucht es einen strukturierten, bundesweit einheitlichen Ansatz. Die technischen Grundlagen sind vorhanden – jetzt müssen die richtigen Akteure handeln. Im Zentrum stehen dabei die örtlichen Netzbetreiber, denn sie verfügen über das Know‑how, die Infrastruktur und die Verantwortung für das lokale Stromnetz. Gemeinsam mit den Kommunen können sie eine Ladeinfrastruktur schaffen, die fair, zuverlässig und für alle zugänglich ist.

Der wichtigste Schritt ist der Ausbau von Ladepunkten direkt dort, wo Menschen parken: am Straßenrand, auf öffentlichen Stellflächen, in Wohngebieten. Netzbetreiber kennen das lokale Stromnetz, die Straßen, die Lastverteilung und die technischen Möglichkeiten. Sie sind daher prädestiniert, gemeinsam mit den Kommunen Ladepunkte in den Straßenraum zu integrieren – unauffällig, robust und flächendeckend.

Netzbetreiber bieten ihren Kundinnen und Kunden eine einfache Ladekarte an, die idealerweise direkt ins Fahrzeug übertragen werden kann, falls das Fahrzeug Plug & Charge unterstützt. Das bedeutet, dass das Auto beim Einstecken automatisch erkannt wird und der Stromvertrag des Haushalts genutzt wird. Keine App, keine Karte, kein Tarifchaos – einfach Stecker rein, und der Rest läuft im Hintergrund. Die Karte brauchen alle diejenigen, die kein Fahrzeug mit Plug & Charge besitzen.

Damit das System bundesweit funktioniert, müssen sich die Netzbetreiber an eine Roamingplattform anschließen. So wird sichergestellt, dass Kundinnen und Kunden mit ihrem Haushaltsstromvertrag überall dort laden können, wo kompatible Ladepunkte stehen – unabhängig vom Betreiber. Das schafft Transparenz, Fairness und echte Mobilität.

Vorteile für Netzbetreiber

Für Netzbetreiber ist dieses Modell nicht nur machbar, sondern attraktiv:

  • Lastmanagement: Sie können die Ladepunkte intelligent steuern und das Netz stabil halten.
  • Netzkenntnis: Sie wissen genau, wo Kapazitäten vorhanden sind und wo ausgebaut werden muss.
  • Kundenbasis: Sie haben bereits Millionen Haushaltskunden – der Schritt zur Mobilität ist naheliegend.
  • Planungssicherheit: Als langfristig orientierte Akteure können sie Infrastruktur nachhaltig betreiben.

Vorteile für die Menschen

Für die Nutzerinnen und Nutzer entsteht ein System, das endlich fair ist:

  • Gleicher Preis wie zu Hause: Keine überhöhten öffentlichen Ladepreise mehr.
  • Keine Benachteiligung ohne Stellplatz: Wer am Straßenrand parkt, zahlt nicht länger drauf.
  • Ein Vertrag für alles: Wohnung und Auto laufen über denselben Stromtarif.
  • Einfaches Laden: Stecker rein – fertig.

Dieses Modell schafft echte Gleichberechtigung und macht E‑Mobilität für alle zugänglich, nicht nur für Menschen mit eigener Garage. Zudem wäre dies eine echte Maßnahme, die zu dem Sondervermögen passen würde. Eine solche Lösung kommt allen Menschen zugute, denn die E-Mobilität sorgt für bessere Luft und weniger Lärm.

Warum diese Lösung jetzt überfällig ist

Selten war der Zeitpunkt günstiger, um eine faire, ökologische und zukunftsfähige Ladeinfrastruktur aufzubauen. Die Herausforderungen unserer Zeit machen deutlich, dass wir nicht länger warten können. Eine Lösung, die E‑Mobilität für alle zugänglich macht, ist nicht nur technisch möglich – sie ist gesellschaftlich notwendig.

Die vergangenen Jahre und die aktuelle Irankrise haben uns schmerzhaft vor Augen geführt, wie verwundbar ein Verkehrssystem ist, das auf fossilen Energien basiert. Preisexplosionen, Lieferengpässe und geopolitische Spannungen haben gezeigt, dass wir uns nicht länger auf externe Ressourcen verlassen dürfen. Eine flächendeckende, lokal betriebene Ladeinfrastruktur stärkt unsere Unabhängigkeit und macht Mobilität planbarer und stabiler.

Der Verkehrssektor ist einer der größten CO₂‑Verursacher. Wenn wir die Klimaziele erreichen wollen, müssen wir den Umstieg auf elektrische Antriebe massiv beschleunigen. Doch das gelingt nur, wenn alle Menschen – nicht nur Eigentümer mit Garage – eine realistische Möglichkeit haben, ihr Fahrzeug zu laden. Eine sozial gerechte Ladeinfrastruktur ist damit nicht nur ein Komfortthema, sondern ein zentraler Baustein des Klimaschutzes.

Plug & Charge, intelligente AC‑Ladepunkte, Lastmanagement, Roamingplattformen: All das existiert bereits. Netzbetreiber verfügen über das Know‑how, die Infrastruktur und die Kundennähe, um diese Lösungen schnell und effizient umzusetzen. Sie kennen das Netz, die Straßen und die Bedürfnisse der Menschen vor Ort. Es fehlt nicht an Technik – es fehlt an klaren politischen Vorgaben.

Solange der öffentliche Nahverkehr vielerorts unzuverlässig, unvollständig oder schlicht nicht attraktiv genug ist, bleibt das Auto für viele Menschen unverzichtbar. Eine faire Ladeinfrastruktur sorgt dafür, dass Mobilität nicht zum Luxus wird. Sie ermöglicht Teilhabe, schafft Planungssicherheit und verhindert, dass Menschen ohne Stellplatz systematisch benachteiligt werden.

Mit dem Sondervermögen hat die Politik bereits finanzielle Spielräume geschaffen, die genau für solche Zukunftsprojekte genutzt werden könnten. Es wäre nur konsequent, diese Mittel in eine Infrastruktur zu investieren, die ökologisch sinnvoll, sozial gerecht und langfristig wirtschaftlich ist. Die Weichen sind gestellt – jetzt müssen sie genutzt werden.

Ich habe dazu eine entsprechende Petition gestartet.

Dieser Artikel wurde mit Hilfe von ChatGPT ausformuliert.

Vorschlag für eine sinnvolle Energiediskussion

Mich regen die vielen Diskussionen in den Medien auf, die an den Themen vorbei gehen und Problemstellungen nicht an der Wurzel packen. Zum Beispiel das Thema Deepfakes, wo immer über die bösen Möglichkeiten der KI gesprochen wird. Dabei ist die KI nur ein Werkzeug und nicht das eigentliche Problem. Aber das soll hier gar kein Thema sein.

Wir haben aktuell eine Energiekrise. Warum haben wir die, weil die aktuelle Bundesregierung, insbesondere unsere Gasministerin, Interessen verfolgt, die den Interessen der Nation und vor allem den zukünftigen Generationen diametral entgegenstehen. Fangen wir mit den Gasspeichern an. In der Ukrainekrise, die ja noch anhält, hat der viel gescholtene ehemalige Wirtschaftsminister dafür gesorgt, dass die Republik genügend Gas zur Verfügung hat. Die Betonung liegt auf genügend. Das heißt, im Herbst mussten die Gasspeicher voll sein. Dies hat die aktuelle Regierung wieder aufgeweicht und nun laufen die Speicher leer. Da kann man nur hoffen, dass der Winter bald vorbei ist. Ein Gasimport aus Russland verbietet sich selbstverständlich. Gleichzeitig sollen weitere Gaskraftwerke gebaut werden, die in den letzten Jahrzehnten abgebaut und nach China verschifft wurden. Das ist kompletter Irrsinn, genauso wie eine Diskussion um Atomkraftwerke.

Nun wird anhand hoher Spritpreise diskutiert, wie die „arme“ Bevölkerung entlastet werden kann. An alle, die diese Diskussion für sinnvoll halten sei gesagt, dass das Unsinn ist. Durch die CO2 Preise wird sich der Sprit in Zukunft ohnehin auf dieses Niveau erhöhen. Also gewöhnt euch schon mal daran. Dasselbe gilt für das „böse“ Heizungsgesetz. Dieses Gesetz wurde von bestimmten Medien bereits zerredet, bevor es überhaupt da war und leider war die alte Regierung nicht in der Lage das richtig darzustellen. Die aktuelle Regierung hat es dahingehend geändert, dass es technologieoffen ist. Allerdings haben sich die prinzipiellen Ziele gar nicht verändert und nur die Folgen (Kosten) für eine technologieoffene Lösung werden massiv steigen. Dagegen gibt es keinen Protest.

Was muss also wirklich getan werden? Erste Frage, haben wir zu wenig Energie? Ein bisschen vielleicht, aber insbesondere haben wir elektrische Energie zu ungünstigen Zeiten. Das kann man natürlich durch unsinnige Gaskraftwerke ausgleichen oder durch Batteriespeicher, die viel besser im Land verteilt werden können. Damit ließe sich der Überfluss an Wind- und Solarstrom speichern und entsprechend in Flautezeiten nutzen. Batteriespeicher sind, bezogen auf die zu speichernde Leistung, viel günstiger als neue Kraftwerke, schneller genehmigt, schneller aufgebaut und langfristig viel umweltfreundlicher. (Bitte jetzt keine Diskussion um Lithium oder Kobalt beginnen. Die hatten wir schon im Überfluss.) Zumindest könnten mit solchen Batteriespeichern einige Probleme des Netzes behoben werden.

Zweitens haben wir noch so viele Dachflächen in Deutschland auf denen Solarzellen montiert werden könnten. Das müsste vorangebracht werden, inkl. von Hausspeichern. Damit könnte der Solarertrag massiv gesteigert werden und vor allem würde der Strom dort produziert, wo er gebraucht wird. Na gut, zum Teil. Die armen Städter, die ihre Probleme gerne auf das Land abwälzen, müssten vielleicht ein bisschen tiefer in die Tasche greifen, um den Strom vom Land einzukaufen. Das fände ich zumindest eine faire Lösung. Dazu noch ein paar Windräder und alles ist fein. Damit hätten wir genug Strom, um sowohl die Mobilität, als auch die Hauswärme zu elektrifizieren. Über letzteres muss eigentlich nicht mehr viel gesagt werden, denn dass eine Wärmepumpe eine vollwertige und günstige Heizalternative ist, sollte inzwischen jedem klar sein, der nicht auf Heizungswartungen als Geschäftsmodell angewiesen ist.

Kommen wir zum Verkehr. Die meisten von denen die schon einmal ein Elektroauto gefahren sind, wissen, dass das Spaß macht. Nur die ewig Gestrigen, die ihr Verbrennergeräusch brauchen und ihre Umwelt mit Lärm beglücken, weil sie sonst nichts zu bieten haben, sind gegen Elektroautos. Warum ein Elektroauto besser ist, als ein Verbrenner, kann man in diesem Blog nachlesen. Kommen wir zu drei Problemen.

Erstens die geringe Reichweite. Ich erinnere mich noch an die Ausflüge in den 70er, 80er Jahren als wir Probleme hatten sonntags eine offene Tankstelle zu finden, weil unser VW 1600 auch nur etwas mehr als 300km Reichweite hatte. Da redet heute niemand mehr drüber. Aber natürlich kommt das Argument, dass Tanken viel schneller geht. Noch stimmt das, aber wenn ich an den Bericht von letztem Sonntag im Fernsehen denke, wo ein BYD mit 1MW geladen wurde, dann hat sich das Thema in 3 Jahren auch erledigt. Muss ein Auto aber schnell geladen werden? Nein, nur auf Langstrecke, also auf dem geringeren Teil der Fahrten.

Kommen wir zu Punkt zwei. Dieser Punkt geht direkt an die Politik. Die Politik hat die Möglichkeiten eine vernünftige Ladeinfrastruktur zu ermöglichen. Was brauchen wir? Wir brauchen eine Möglichkeit ein Fahrzeug zu parken und dieses über den Tag / die Nacht hinweg zu laden und zwar so, dass es keinen anderen Parkplatzsuchenden stört. Bei der Arbeit oder zuhause. Nun hat nicht jeder einen Stellplatz zu hause oder bei der Arbeit, sondern muss sein Auto an der Strasse parken. Hier ist die Politik, insbesondere die Kommunalpolitik gefordert. Diese könnte den regionalen Energieversorger dazu anhalten Bordsteinlader aufzubauen. Jeder ausgewiesene Parkplatz sollte mit einer Typ 2 Steckdose versehen werden, so dass dort ein Elektroauto geladen werden kann. Man könnte zum Beispiel mit Strecken beginnen, die ohnehin gerade aufgerissen werden. Übrigens ließe sich dabei auch gleich ein Leerrohr für Glasfaser verlegen, welches die Kommunen vermieten könnten. Das aber nur so nebenbei.

Kommen wir zu Punkt drei. Wir haben jetzt genügend elektrische Energie zur Verfügung und wir haben die Lademöglichkeiten. Bleibt noch das Elend mit dem Bezahlen. Auch hier ist die Politik gefragt. Denn wie wäre es, wenn die Stromkunden von ihrem Energieversorger eine Ladekarte erhalten würden, mit der sie dann bundesweit an den Bordsteinladern zu ihrem eigenen Haustarif das Auto laden könnten? Zuhause bezahlt man 30-35 €Cent für die Kilowattstunde Strom. Warum kann dieser Preis nicht bundesweit gelten? Ich fordere eine Bezahlkarte, die per Roaming in ganz Deutschland gilt und die mit dem eigenen Stromanschluss zuhause gekoppelt ist. Die Zusatzkosten für den Unterhalt der Dosen und die Abwicklung der Zahlungen kann von mir aus aufgeschlagen werden. Am Besten wäre allerdings eine steuerfinanzierte Lösung, denn die Elektromobilität ist für alle das Beste und Vandalismus ein gesellschaftliches Problem. Das Bezahlen von Schnelladern ist hiervon natürlich ausgeschlossen, denn dafür braucht es eine ganz andere Infrastruktur und man will ja auch den Komfort einer schnellen Reise genießen.

Diese Dinge sollten diskutiert werden. Das ist eine zukunftsfähige, umweltfreundliche und lösungsorientierte Diskussion. Eine Deckelung von Spritpreisen zu Lasten der ärmeren Bevölkerungsschicht ist keine Lösung, sondern Symptombekämpfung. Mit den obigen Vorschlägen kann eine konkrete Realisierung diskutiert werden. Zum Beispiel wie wird es bezahlt, welchen Zeitraum der Umsetzung stellen wir uns vor, wie muss das Roaming organisiert werden, …. Einfach mal ein Projekt aufsetzen mit klaren Zielen und unter Einbeziehung von allen Seiten. Auch von Verbrauchern, denn ich habe das Gefühl, dass die Politik nicht weiß was außerhalb ihres goldenen Käfigs los ist. Grüße gehen an die Altparteien. Das Ihr den Wähler nicht versteht zeigt mir, dass Ihr keine Ahnung vom Leben habt.

Fazit der Reise zum Weihnachtsmann

Zunächst muss ich feststellen, dass das Ziel, nämlich das Auto bei extremen Minustemperaturen zu testen, nicht geklappt hat. Das niedrigste waren -10°C und auch nicht lange. Des weiteren konnte ich eine Menge Erfahrungen sammeln:

  1. Auf Schnee und Eis oder auch im Schneematsch mit dem Tesla zu fahren, ist gar kein Problem. Man braucht weder Spikes noch Schneeketten. Man braucht nur die richtigen Winterreifen und sollte morgens zum Aufwärmen des Akkus eine Steckdose haben. Ich finde die Rekuperationsbremse sehr angenehm und wichtig.
  2. Die winterlichen Strassenverhältnisse in Skandinavien sind eher besser als in Deutschland.
  3. Niemals mit neuer Frontscheibe im Winter in Skandinavien Auto fahren. Nach so einer Reise braucht man eine Scheibenreparatur oder eine neue Scheibe.
  4. Übernachten in der Kälte (Eishotel) ist auch kein Problem.
  5. Kurzfristig eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden ist im Winter gut möglich, aber man muss ggf. etwas abseits fahren. In der touristischen Saison dürfte es schwieriger sein.
  6. Es haben wenige Campingplätze auf und auf den Zeltbereichen ist der Schnee gestapelt. Also kein Winterzelten. Ohnehin wird man von den Campingplatzbesitzern für Spinner gehalten, wenn man bei der Kälte zelten (oder eisbaden) möchte.
  7. Um sicher Nordlichter sehen zu können, muss man weiter nördlich sein und sich einige Tage an einem Ort aufhalten, an dem wenig Lichtverschmutzung ist.
  8. Mit dem Eisbrecher fahren ist ganz nett, aber ganz anders, als ich mir das vorher vorgestellt habe. Aber wenn man drüber nachdenkt, wie weit kann man mit einem Schiff in einer Stunde im Eis kommen? Das ist nicht zu vergleichen mit einem Walbeobachtungsboot.
  9. Hundeschlitten fahren ist in der Gruppe (die Hunde kennen den Weg) einfach und macht Spaß.
  10. Mit Schneeschuhen wandern ist anstrengend und die Schuhe sollten die richtige Größe haben. Aber es macht auch Spaß, wenn man keine Fotoausrüstung mitschleppt. Zudem braucht man ein Messer, um ab und zu den Schnee / das Eis von den Schuhe zu entfernen.
  11. Eisfischen bringt mir nichts.
  12. Schwedische Städte sind Industriestädte und meiner Meinung nach nicht besonders hübsch.
  13. Die Landschaft in Schweden ist schön, aber auch langweilig. Mein Favorit bleibt da Norwegen.

Alles in allem eine schöne, interessante und aufregende Abenteuerreise. Leider mit wenigen Bildern. Naja, für das übliche Fotobuch wird es reichen. Ich habe ja auch noch ein paar Videos. Nach 6500km kann ich sagen, dass das Auto sehr gut für winterliche Verhältnisse geeignet ist. Allerdings würde ich ein Model X bevorzugen, denn das ist für skandinavische Verhältnisse, auf Grund der größeren Bodenfreiheit, einfach besser geeignet. Interessant war auch die Aussage einer Dame, dass der Tesla das einzige Elektroauto ist, dass mit echten Winterverhältnissen (sehr niedrige Temperaturen) zurechtkommt. Die Fahrzeuge anderer Hersteller (zum Beispiel VW) schalten einfach ab. Nun kann ich meine ungenutzten Schneeketten wieder verkaufen.

So lange Strecken mit dem Auto zu fahren ist nicht jedermanns Sache. Wenn man aber fliegt und flexibel sein will, ist man entweder auf teure Taxis oder einen Mietwagen angewiesen. Das braucht weniger Zeit, ist aber teurer. Allerdings sollte man den Fahrzeugverschleiß und eventuelle Reparaturen nicht aus dem Auge lassen. Das Optimum wäre für mich ein elektrischer Camper, aber bitte nicht auf Campingplätzen. Im Winter ist es allerdings nicht möglich, wirklich außerhalb der Zivilisation zu campieren. Dafür ist der Schnee einfach zu hoch gewesen. Das geht dann nur mit einem echten Offroadtruck.

Noch eine Erkenntnis: Der Handyempfang ist in Schweden nicht so gut wie in Norwegen. Dafür sind die WLANs in den Unterkünften besser.

Man braucht sehr wenig mitzunehmen, da man in vielen Unterkünften auch eine Waschmaschine zur Verfügung hat oder zumindest die Sachen waschen und trocknen kann. Ich hatte viel zu viel mit. Ich empfehle Bettlaken, Kopfkissen und Schlafsack mitzubringen. Die Betten sind ok, aber so ist es praktischer und angenehmer. Meine Meinung.

Der Schnee ist weg

Letzte Nacht haben wir in einem Wanderheim geschlafen. Wie gut, dass wir in dem Haus die einzigen Gäste waren. Wenn da die ganze Nacht Leben gewesen wäre, schrecklich. Also werde ich auch nie den Jakobsweg laufen. So hatte ich aber eine tolle Nacht und war endlich mal wieder ausgeschlafen. Nach nicht ganz 30km ging es als aller erstes in die Waschanlage. Anschließend war die Lenkung weitestgehend wieder wie gewohnt und ist während der weiteren Fahrt auch noch besser geworden. Ich werde das trotzdem mal prüfen lassen. Vielleicht sind auch noch die Luftfilter der Akkuklimatisierung dicht. Ich habe da mal einen Erfahrungsbericht bekommen nach der Fahrt auf solchen Strassen. Ich meine, die wäre auch in Schweden gewesen.

Den weiteren Tag haben wir uns weiter Richtung Dänemark durchgeschlagen. Ab dem Nachmittag ist dann endlich auch die Sonne rausgekommen. Nachdem der letzte Tages-Charger absehbar war, habe ich wieder bei airbnb eine Unterkunft gesucht und eine tolle gefunden. Die 30km dahin, bin ich allerdings wieder recht langsam gefahren. Der Strassenverlauf war kaum zu erkennen und wer weiß welche Tiere so unterwegs sind. Schließlich ist eine Katze über die Strasse gelaufen. Keine Wildkatze, sondern ein roter Kater (rote Katzen sind eigentlich immer Kater). Apropos Tiere. Wir haben heute eine Menge Rehe gesehen. Aber wieder keine Elche. Da wir morgens eher spät unterwegs sind, wird es wohl morgen, am letzten Tag in Schweden, auch nichts mehr werden.

Vom Schnee ist kaum noch etwas übrig. Alleine der Unterschied nach Rovaniemi und am nächsten Tag wieder zurück, war enorm. bestimmt 30cm weniger Schneehöhe, wobei das hauptsächlich daran liegt, dass der Schnee zusammengesunken ist.

Rückreisetag

Den Rückreisetag sind wir nur noch durchgefahren. Die Strecke ist hinreichend bekannt und bietet keine aufregenden Neuigkeiten. Zudem war das Wetter gut. Diesmal sind wir mit der Fähre nach Fehmarn gefahren. Das war es dann also. Bleibt nur noch das Fazit zu ziehen.

Die Jagd nach dem Elch

Angeblich gibt es in Schweden hinter jedem Baum einen Elch. Nur gesehen haben wir keinen. Heute sind wir bei Schneefall gestartet. Die Strecke war an sich gar nicht schlecht zu befahren. Festgefahrener Schnee. Auf der Strasse war nichts los und die Landschaft herrlich winterlich. Beste Voraussetzungen also, um einen Elch zu sehen. Anscheinend waren wir aber zu spät dran, denn es lies sich keiner blicken.

Mehr als 80km/h waren nicht erlaubt. Wegen der Elche sind wir aber langsamer gefahren.

Wie auch schon bei der Herfahrt, wollte ich keine Maut um Stockholm herum bezahlen. Also habe ich mitten im Land einen Charger ausgesucht. Das war keine gute Entscheidung. Nicht, dass die Landschaft nicht schön gewesen ist. Es handelte sich allerdings um Schotterpisten. Dementsprechend musste das Auto leiden und es sieht wieder aus wie sau. Ein Grund dafür, dass wir kaum Kilometer machen konnten, denn die Durchschnittsgeschwindigkeit lag unter 50km/h. Deshalb ist das nächste Ziel eine Autowaschanlage. Ich habe nämlich Probleme mit der Lenkung bekommen. Die ist auf einmal schwergängig geworden. Ich vermute, dass da irgendwo Dreck ist. Wenn die Wäsche nichts hilft, muss das Auto in die Werkstatt.

Da sich uns die Elche auch nicht zeigen, gibt es eigentlich keinen Grund mehr hier zu bleiben. Das Wetter ist unschön und die Alternative, die wir ggf. in Norwegen noch besuchen wollten, hat erstens kein Zimmer frei und außerdem eher schlechte Kommentare. Ich hebe mir das mal für eine Reise mit meinem Sohn auf, falls wir da ohnehin vorbeikommen sollten. Also morgen Fahrt Richtung Zivilisation.

Beim Weihnachtsmann

Heute haben wir den Weihnachtsmann in seinem Dorf besucht. Natürlich ist da alles auf Kommerz ausgelegt. Ich fand es trotzdem schön und ich hatte ein längeres Gespräch mit dem Weihnachtsmann. Mitten durch das Weihnachtsmanndorf verläuft der nördliche Polarkreis. Anscheinend haben besonders die Deutschen Bedarf am Weihnachtsmann, denn man hat überall Deutsch gehört.

Der nördliche Polarkreis durch das Weihnachtsmanndorf.

Nach dem Shoppen von weiteren Mitbringseln sind wir den restlichen Tag nur noch gefahren. Anstelle von booking versuchen wir mal airbnb. Unser Ziel war heute damit ein Gästehaus in Grannäs. Das liegt etwa 50km von der E4 entfernt. Mitten in der Nacht bei Fusselregen über schneebedeckte Strassen zu fahren ist sehr anstrengend und nervenaufreibend. Wir haben es aber trotzdem gut geschafft und haben genügend Schlafstätten zur Auswahl. Allerdings musste ich lernen, dass airbnb nichts mit B&B zu tun hat. Demnach waren die Betten nicht gemacht und wir haben unsere eigenen Schlafutensilien verwendet. Macht nichts. Hauptsache warm und nicht so teuer. Frühstück gibt es natürlich auch nicht. Mal schauen, wo wir morgen unterkommen. Wir wollen die Hauptstrecke verlassen. Also werden wir morgen außer fahren wohl nichts anderes tun.

Finnland

Den heutigen Tag kann man mit fahren, fahren, fahren umschreiben. Die Geschwindigkeit ist gute 30km/h geringer, als in Schweden. Deshalb kommt man nicht wirklich schnell voran. Zudem wurde mal wieder das Wetter unbeständiger und es hat angefangen zu regnen. Und das bei 0 Grad Celsius. Zum Fahren kein Problem, solange man nicht bremsen muss. Der Charger von Rovaniemi ist mitten in der Stadt, direkt neben einem Einkaufszentrum. Dort habe ich schon mal die Souveniers mitgenommen, auch wenn wir noch nicht beim Weihnachtsmann waren. Durch die lange Fahrt und die Zeitumstellung, waren wir etwas spät dran. Lieber morgen in Ruhe zum Weihnachtsmann aufbrechen. Ziel 10:00. Auf der Rückfahrt machen wir ja wieder eine Stunde gut.

Heute mussten wir unser Ersatziglu in Ranua ansteuern. 85km von Rovaniemi entfernt. Eine lange Fahrt durch Wälder und extrem wenig Verkehr. Durch die Gewöhnung an die Strassenverhältnisse in Schweden, waren die 80km/h kein Problem. Wie bereits gesagt, nur Bremsen sollte man nicht müssen. Elche gab es mal wieder nicht zu sehen, obwohl es schon recht dämmerig war. Einen Unterschied gibt es zu Schweden. In Schweden stand ab und zu ein Hinweis: Achtung Elche auf den nächsten 300-900m. In Finnland steht auf dem Schild; Elche die nächsten 16km.

Nun liegen wir in einem Glasiglu. Im Grunde ein immobiler Wohnwagen in Tipi Form und mit viel Glas. Wir hatten uns das etwas großzügiger vorgestellt. Für die Sauna hatten wir eine Stunde Zeit und wir waren die Ersten. Das war sehr angenehm. Wir warten auf die Nordlichter. Theoretisch super zu sehen, weil sehr aktiv, wenn keine Wolken da wären. Wir hoffen auf Mitternacht bis ein Uhr. Der Tipp war, nördlich von Rovaniemi zu schauen, aber der Aufwand ist viel zu hoch. Da hätten wir auf das Iglu verzichten und gleich nördlich schauen können.

Ich würde anstelle Iglu eher das Wort Tipi verwenden.

Wir haben jetzt 3600km hinter uns. Ab morgen geht es zurück Richtung Heimat. Natürlich nicht ohne den Weihnachtsmann besucht zu haben.

Der Tag an dem alles fast schief ging

Heute sind wir wieder nach Luleå zurückgefahren. Unser Taxis sollte uns um 10:15 abholen. Leider kam kein Taxi. Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass irgendjemand die Zeit als PM aufgeschrieben hat. Nachdem das geklärt war, kam dann doch noch ein Taxi. Witziger weise war es dasselbe Taxi, dass schon einmal zur richtigen Zeit gehalten hatte, aber meinte, es sei busy. Gut, wir haben unseren Zug erwischt. Diesmal gab es keinen Elch zu sehen und die Fahrt zog sich entsprechend langweilig dahin.

Die Stahlarbeiter von Kiruna

In Luleå sind wir dann zum Parkhaus gelaufen. Das Auto hatte kaum Ladung verloren und wartete auf uns. Ich wollte dann das Parken bezahlen, aber etwas war komisch. Das Kennzeichen wurde ja bei der Einfahrt gescannt und ich ging davon aus, dass man zum Ausfahren sein Kennzeichen eingibt und bezahlt. Beispielsweise funktioniert das Bahnhofparkhaus in Hannover so. Hier war es aber anders. Man hätte vorher für x Tage ein Ticket bezahlen müssen. Nun stand ich also an dem Automaten und konnte kein Kennzeichen eingeben. Ich habe dann erst einmal für eine Stunde bezahlt. Als wir dann losfahren wollten, fiel mir ein Zettel unter dem Scheibenwischer auf. Der wohl besagt, dass wir unbezahlt geparkt haben und nun sollen wir eine Strafe bezahlen. Ich muss dazu anrufen, aber das geht erst am Montag wieder. Mal schauen was daraus wird. Bei den 4 Tagen, wird das auch nicht viel teuerer werden, als wenn wir die im Voraus bezahlt hätten.

Vom Parkhaus fuhren wir wenige 100 Meter weiter zum Hotel. Aber wie in die Garage kommen? Also erst einmal auf den Kurzzeitparker gestellt und im Hotel nachgefragt. Natürlich war gar kein Parkplatz reserviert, aber ich habe doch noch einen bekommen. Dazu gab es eine spezielle Karte, um das Garagentor öffnen zu können. Ohne Beifahrer wäre das echt umständlich geworden. Dafür ist der Parkplatz für 20€ recht großzügig. Also Gepäck ausladen und zum Zimmer 272. Wir haben den nächsten Ausgang genommen und den nächsten Fahrstuhl. Da stand nur nichts von Zimmernummer 2xx. Ich hatte verstanden, dass wir in den 9ten Stock sollten. Also erst einmal dort hingefahren. Die Nummerierung war insgesamt schon seltsam. Die Garage war die 1 und das Erdgeschoss die 3. Dann mussten wir noch einmal den Aufzug wechseln und kamen an der SkyBar heraus. Der Barkeeper hat sich gewundert, wie wir dort hingekommen waren, hat uns aber netterweise den richtigen Weg zur Lobby gezeigt. Dort angekommen habe ich noch einmal nachgefragt. Es stellte sich heraus, dass das Zimmer im Keller ist, ohne Fenster. Wer lesen kann, hätte das vorher wissen können. Na gut, wie werden es überleben und haben keine Lust noch mehr Geld auszugeben.

Nach einem kurzen Spaziergang durch die Innenstadt gingen wir zum Inder essen und ich prüfte meine Mails. Da war eine seltsame Mail von unserem nächsten Hotel. Anscheinend war etwas bei meiner Umbuchung schief gelaufen. Nun hat uns unser ursprünglicher Wirt eine Alternative besorgt und ich bezahle 300€ weniger. Insgesamt bezahle ich trotzdem noch zu viel, habe ich den Eindruck. Der Rest wird sich dann morgen klären. Hauptsache die Übernachtung klappt. Also morgen ausgiebig Frühstücken und dann gemütlich nach Rovaniemi fahren. 2 Ladestops und ca. 350km. Nur kein Stress mehr. Danach werden wir versuchen Alternativen zu Booking.com zu nutzen. Langsam geht mir der Laden auf den Keks.

Die Highlights der Tour

Heute früh wurden wir abgeholt und an den Kalpaalusjärvi, einem kleinen See gefahren. Dort wurden wir von vielen Hunden der Kiruna Husky begrüßt. Die wenigsten waren Huskies. Dazu aber später mehr. Für uns stand zunächst die Schneeschuhwanderung an. Los ging es über den See und in einem Bogen Richtung Wald. Ich musste einige Dinge lernen.

  • Schneeschuhe die für ein 65kg Mädel ausreichen, reichen für 95kg (mit Fotoausrüstung) nicht so gut aus.
  • Wenn man erstmal bis zum Oberschenkel eingesunken ist, ist es schwer wieder herauszufinden. Immerhin hat die Kamera nichts abbekommen. Einmal musste ich mich meines Gepäcks entledigen und bäuchlings versuchen wieder Stand zu bekommen.
  • Es ist anstrengender als gedacht.

Im Wald haben wir Birkenrinde und trockene Kiefernäste gesammelt. Schnell ein kleines Feuer gemacht und Marshmallows gegrillt. Gut, ich habe auf die verzichtet. Die sind nicht so mein Fall. Der Rückweg war dann nicht mehr ganz so anstrengend, denn wir sind in unserer Spur zurückgelaufen.

Unser kleines Feuer im Schnee. Außer Birkenrinde und einen Streichholz braucht man nichts.

Auf dem See haben wir dann ein paar Löcher in den See gebohrt und eine Angelschnur mit künstlicher Made langsam hinabgesenkt, Leider hatten wir kein Glück. Die Fische hätten wir ohnehin wieder zurückgeworfen. So dass wir ihnen den Stress ersparen konnten.

Eine Minute lang ein Loch bohren kann ganz schön anstrengend sein.

Anschließend gab es im Tipi Mittagessen. Eigentlich folgte nun eine eher unsinnige Aktion, denn wir sind für einen 5 Stundenbreak wieder ins Hotel zurückgefahren worden.

Abends folgte das nächste Highlight, die Schlittenhundefahrt. Hierzu wurden wir wieder vom Hotel abgeholt und zu Kiruna Husky gefahren. Eigentlich mag ich ja keine Hunde, aber die sind echt toll. Jeweils 5 Hunde haben einen Schlitten gezogen. Der Schlitten wurde von einer Person gesteuert, während ein Passagier im Schlitten saß / lag. Eigentlich hätte nach der Hälfte Fahrerwechsel sein sollen, aber Madame wollte nicht. Mir hat das richtig Spaß gemacht. Zudem konnten wir gegen Ende noch Polarlichter erahnen. Leider konnte ich da keine Fotos machen. Somit war das nix, aber gesehen haben wir sie. Ich schätze sie hatten Stärke 2 und waren daher eher als helle Streifen zu sehen und nicht so deutlich mit den Farben. Nach einem Heißgetränk ging ein schöner Tag zuende.

Die Hunde haben unterschiedliche Charakter, die man passend zusammenstellen muss. Man muss sie auch ein wenig motivieren, um zu laufen. Allerdings war unsere Gruppe so gut, dass ich dauernd auf der Bremse stehen musste, um nicht auf die vor uns fahrenden Chinesinnen aufzulaufen.

Den einzigen Kritikpunkt, den ich hier anbringen möchte ist der, dass wir zwar Polarlichter sehen konnten, aber keine Gelegenheit, um sie zu genießen oder Fotos zu machen. Also eine Schlittenhundefahrt mit Nordlicht anzupreisen ist da nicht ganz passend.