Woran haben Politiker ein Interesse?

Die Bundesregierung hat jetzt gerade beschlossen die Energiesteuer für Benzin und Diesel um 17 Cent zu senken. Was macht das für einen Sinn und was könnte man stattdessen tun?

Meiner Meinung nach führt die Senkung der Energiesteuer nur dazu, dass kurzfristig die Preise für Benzin und Diesel für eine kurze Zeit sinken, um anschließend wieder zu steigen, damit sich die Mineralölkonzerne noch mehr unter den Nagel reißen können. Warum die Bundesregierung so agiert, ist mir ein Rätsel, wobei, wenn man sich die Historie der Wirtschaftsministerin anschaut, kann man sich seinen Teil denken.

Was sollte man stattdessen tun? Die aktuelle Krise zeigt doch, dass wir uns unabhängig von Rohstoff- und Energielieferanten machen müssen. Das gelingt vor allem durch eine Elektrifizierung der Welt. Ein Beispiel dafür aus der Historie. Eine E-Lok macht keinen Dreck, ist stärker, schneller und wartungsfreundlicher als jede Dampflokomotive. In die heutige Zeit portiert: Ein E-Auto stößt keine schädlichen Gase aus, ist leiser und tendenziell billiger. Warum also wird so am Verbrenner festgehalten? Ich verstehe das nicht. Nun kann man sagen, dass für die E-Mobilität noch gewissen Dinge fehlen. Was also könnte die Regierung tun? Ein paar Rechenbeispiele:

Im Jahr 2024 wurden in Deutschland laut Statistischem Bundesamt ca. 60 Mrd. Liter Benzin und Diesel verbrannt (https://www.destatis.de/DE/Themen/Staat/Steuern/_Grafik/_Interaktiv/verbrauchsteuern-benzin-dieselverbrauch.html. Das sind pro Tag ca. 165 Mio. Liter. Wenn der Preis für den Kraftstoff um einen Euro steigt, wie es in den letzten Wochen zumindest bei Diesel der Fall gewesen ist, dann zieht der Staat jeden Tag 31 Mio. € (165 * 0,19) mehr an Mehrwertsteuer ein.

Im Jahr 2024 wurden ca. 432 Mrd. Kilowattstunden Strom erzeugt (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/03/PD25_091_43312.html). Das macht 1,2 Mrd. Kilowattstunden pro Tag. Das bedeutet, dass man mit den mehr Mehrwertsteuereinnahmen der erhöhten Spritpreise den Preis für eine Kilowattstunde Strom um ca. 3 Cent senken könnte (die Netzentgelte). Wenn man das tun würde, käme das Allen zu Gute und nicht nur einer bestimmten Bevölkerungsgruppe. Wärmepumpen und die E-Mobilität würden attraktiver werden.

Stattdessen senkt der Staat die Energiesteuer und verzichtet auf Geld. Wo kommt das Geld her? Es kommt von den Arbeitnehmern, also denjenigen die Steuern bezahlen. Wem kommt es zu Gute? Den Unternehmen die noch nicht auf E-Mobile umgestellt haben. Es handelt sich also mal wieder um eine Umverteilung von Unten nach Oben. Gleichzeitig wird den Menschen signalisiert, dass man immer so weiter machen kann. Die Folgen sind Unsicherheiten in der Industrie, eine weitere Zerstörung der Umwelt für die zukünftigen Generationen, Befeuerung des Klimawandels, dessen Folgen immer teurer werden und vor allem das Abhängen der Deutschen Wirtschaft im internationalen Vergleich. Ich kann diese Art der Politik nicht nachvollziehen.

Die Politik sollte die Chance nutzen und in die Zukunft investieren. Es fehlt weiterhin an einfachen Ladepunkten an Parkbuchten und Schnellladern für LKW. Außerdem muss das Bezahlen an den Ladesäulen einfacher werden. Zum Benzin bezahlen brauche ich auch keine spezielle Aral oder Shell Karte und wenn ich die nicht habe kostet der Liter noch mehr. An diesen Punkten muss die Politik dringend etwas tun.

Außerdem brauchen wir Batteriegroßspeicher und keine Phantastereien einer Ministerin und eines Ministerpräsidenten. Wir müssen unabhängig werden, was wir nicht durch den Bau von Gaskraftwerken schaffen, es gibt keine kleinen Atomkraftwerke und ich möchte auch diejenigen sehen, die ein solches im Nachbarhaus sehen wollen. Ganz abgesehen von der ungelösten Endlagerfrage (und woher kommt eigentlich das Uran?). Auch wird es keine Fusionsreaktoren auf absehbare Zeit geben. Dazu noch ein Hinweis. Ein Fusionsreaktor ist ein Neutronenstrahler, noch stärker als ein Atomkraftwerk. Ich möchte nicht daneben wohnen. Das Problem scheint mir zu sein, dass die Entscheider so alt sind, dass sie die Probleme nicht mehr selber erleben. Ich persönlich finde das sehr egoistisch.

Kommen wir zur Ausgangsfrage, warum Politiker so agieren? Ich weiß es nicht. Ich kenne nicht deren Gedanken und Beweggründe. Sind sie so dumm, so korrupt oder bezahlt? Ich hoffe in ihrem Interesse, dass sie einfach nur dumm sind.

Vorschlag für eine sinnvolle Energiediskussion

Mich regen die vielen Diskussionen in den Medien auf, die an den Themen vorbei gehen und Problemstellungen nicht an der Wurzel packen. Zum Beispiel das Thema Deepfakes, wo immer über die bösen Möglichkeiten der KI gesprochen wird. Dabei ist die KI nur ein Werkzeug und nicht das eigentliche Problem. Aber das soll hier gar kein Thema sein.

Wir haben aktuell eine Energiekrise. Warum haben wir die, weil die aktuelle Bundesregierung, insbesondere unsere Gasministerin, Interessen verfolgt, die den Interessen der Nation und vor allem den zukünftigen Generationen diametral entgegenstehen. Fangen wir mit den Gasspeichern an. In der Ukrainekrise, die ja noch anhält, hat der viel gescholtene ehemalige Wirtschaftsminister dafür gesorgt, dass die Republik genügend Gas zur Verfügung hat. Die Betonung liegt auf genügend. Das heißt, im Herbst mussten die Gasspeicher voll sein. Dies hat die aktuelle Regierung wieder aufgeweicht und nun laufen die Speicher leer. Da kann man nur hoffen, dass der Winter bald vorbei ist. Ein Gasimport aus Russland verbietet sich selbstverständlich. Gleichzeitig sollen weitere Gaskraftwerke gebaut werden, die in den letzten Jahrzehnten abgebaut und nach China verschifft wurden. Das ist kompletter Irrsinn, genauso wie eine Diskussion um Atomkraftwerke.

Nun wird anhand hoher Spritpreise diskutiert, wie die „arme“ Bevölkerung entlastet werden kann. An alle, die diese Diskussion für sinnvoll halten sei gesagt, dass das Unsinn ist. Durch die CO2 Preise wird sich der Sprit in Zukunft ohnehin auf dieses Niveau erhöhen. Also gewöhnt euch schon mal daran. Dasselbe gilt für das „böse“ Heizungsgesetz. Dieses Gesetz wurde von bestimmten Medien bereits zerredet, bevor es überhaupt da war und leider war die alte Regierung nicht in der Lage das richtig darzustellen. Die aktuelle Regierung hat es dahingehend geändert, dass es technologieoffen ist. Allerdings haben sich die prinzipiellen Ziele gar nicht verändert und nur die Folgen (Kosten) für eine technologieoffene Lösung werden massiv steigen. Dagegen gibt es keinen Protest.

Was muss also wirklich getan werden? Erste Frage, haben wir zu wenig Energie? Ein bisschen vielleicht, aber insbesondere haben wir elektrische Energie zu ungünstigen Zeiten. Das kann man natürlich durch unsinnige Gaskraftwerke ausgleichen oder durch Batteriespeicher, die viel besser im Land verteilt werden können. Damit ließe sich der Überfluss an Wind- und Solarstrom speichern und entsprechend in Flautezeiten nutzen. Batteriespeicher sind, bezogen auf die zu speichernde Leistung, viel günstiger als neue Kraftwerke, schneller genehmigt, schneller aufgebaut und langfristig viel umweltfreundlicher. (Bitte jetzt keine Diskussion um Lithium oder Kobalt beginnen. Die hatten wir schon im Überfluss.) Zumindest könnten mit solchen Batteriespeichern einige Probleme des Netzes behoben werden.

Zweitens haben wir noch so viele Dachflächen in Deutschland auf denen Solarzellen montiert werden könnten. Das müsste vorangebracht werden, inkl. von Hausspeichern. Damit könnte der Solarertrag massiv gesteigert werden und vor allem würde der Strom dort produziert, wo er gebraucht wird. Na gut, zum Teil. Die armen Städter, die ihre Probleme gerne auf das Land abwälzen, müssten vielleicht ein bisschen tiefer in die Tasche greifen, um den Strom vom Land einzukaufen. Das fände ich zumindest eine faire Lösung. Dazu noch ein paar Windräder und alles ist fein. Damit hätten wir genug Strom, um sowohl die Mobilität, als auch die Hauswärme zu elektrifizieren. Über letzteres muss eigentlich nicht mehr viel gesagt werden, denn dass eine Wärmepumpe eine vollwertige und günstige Heizalternative ist, sollte inzwischen jedem klar sein, der nicht auf Heizungswartungen als Geschäftsmodell angewiesen ist.

Kommen wir zum Verkehr. Die meisten von denen die schon einmal ein Elektroauto gefahren sind, wissen, dass das Spaß macht. Nur die ewig Gestrigen, die ihr Verbrennergeräusch brauchen und ihre Umwelt mit Lärm beglücken, weil sie sonst nichts zu bieten haben, sind gegen Elektroautos. Warum ein Elektroauto besser ist, als ein Verbrenner, kann man in diesem Blog nachlesen. Kommen wir zu drei Problemen.

Erstens die geringe Reichweite. Ich erinnere mich noch an die Ausflüge in den 70er, 80er Jahren als wir Probleme hatten sonntags eine offene Tankstelle zu finden, weil unser VW 1600 auch nur etwas mehr als 300km Reichweite hatte. Da redet heute niemand mehr drüber. Aber natürlich kommt das Argument, dass Tanken viel schneller geht. Noch stimmt das, aber wenn ich an den Bericht von letztem Sonntag im Fernsehen denke, wo ein BYD mit 1MW geladen wurde, dann hat sich das Thema in 3 Jahren auch erledigt. Muss ein Auto aber schnell geladen werden? Nein, nur auf Langstrecke, also auf dem geringeren Teil der Fahrten.

Kommen wir zu Punkt zwei. Dieser Punkt geht direkt an die Politik. Die Politik hat die Möglichkeiten eine vernünftige Ladeinfrastruktur zu ermöglichen. Was brauchen wir? Wir brauchen eine Möglichkeit ein Fahrzeug zu parken und dieses über den Tag / die Nacht hinweg zu laden und zwar so, dass es keinen anderen Parkplatzsuchenden stört. Bei der Arbeit oder zuhause. Nun hat nicht jeder einen Stellplatz zu hause oder bei der Arbeit, sondern muss sein Auto an der Strasse parken. Hier ist die Politik, insbesondere die Kommunalpolitik gefordert. Diese könnte den regionalen Energieversorger dazu anhalten Bordsteinlader aufzubauen. Jeder ausgewiesene Parkplatz sollte mit einer Typ 2 Steckdose versehen werden, so dass dort ein Elektroauto geladen werden kann. Man könnte zum Beispiel mit Strecken beginnen, die ohnehin gerade aufgerissen werden. Übrigens ließe sich dabei auch gleich ein Leerrohr für Glasfaser verlegen, welches die Kommunen vermieten könnten. Das aber nur so nebenbei.

Kommen wir zu Punkt drei. Wir haben jetzt genügend elektrische Energie zur Verfügung und wir haben die Lademöglichkeiten. Bleibt noch das Elend mit dem Bezahlen. Auch hier ist die Politik gefragt. Denn wie wäre es, wenn die Stromkunden von ihrem Energieversorger eine Ladekarte erhalten würden, mit der sie dann bundesweit an den Bordsteinladern zu ihrem eigenen Haustarif das Auto laden könnten? Zuhause bezahlt man 30-35 €Cent für die Kilowattstunde Strom. Warum kann dieser Preis nicht bundesweit gelten? Ich fordere eine Bezahlkarte, die per Roaming in ganz Deutschland gilt und die mit dem eigenen Stromanschluss zuhause gekoppelt ist. Die Zusatzkosten für den Unterhalt der Dosen und die Abwicklung der Zahlungen kann von mir aus aufgeschlagen werden. Am Besten wäre allerdings eine steuerfinanzierte Lösung, denn die Elektromobilität ist für alle das Beste und Vandalismus ein gesellschaftliches Problem. Das Bezahlen von Schnelladern ist hiervon natürlich ausgeschlossen, denn dafür braucht es eine ganz andere Infrastruktur und man will ja auch den Komfort einer schnellen Reise genießen.

Diese Dinge sollten diskutiert werden. Das ist eine zukunftsfähige, umweltfreundliche und lösungsorientierte Diskussion. Eine Deckelung von Spritpreisen zu Lasten der ärmeren Bevölkerungsschicht ist keine Lösung, sondern Symptombekämpfung. Mit den obigen Vorschlägen kann eine konkrete Realisierung diskutiert werden. Zum Beispiel wie wird es bezahlt, welchen Zeitraum der Umsetzung stellen wir uns vor, wie muss das Roaming organisiert werden, …. Einfach mal ein Projekt aufsetzen mit klaren Zielen und unter Einbeziehung von allen Seiten. Auch von Verbrauchern, denn ich habe das Gefühl, dass die Politik nicht weiß was außerhalb ihres goldenen Käfigs los ist. Grüße gehen an die Altparteien. Das Ihr den Wähler nicht versteht zeigt mir, dass Ihr keine Ahnung vom Leben habt.

Klimawandel Ade

Vor 30 Jahren haben die Grünen noch von einem Benzinpreis von 5DM geträumt. 2019 war das Bewusstsein für den anstehenden Klimawandel zumindest in den Medien präsent, wenn auch leider nicht in den Betonköpfen meiner Generation, aber eigentlich ist jedem klar, dass es da wohl ein Problem geben könnte und dass es eigentlich auch Lösungen gibt. Trotzdem interessiert es heute nicht mehr, dass wir einen Klimawandel haben. Dabei gab es letzte Woche noch die Meldung, dass wir die 1,5 Grad schon erreicht haben.

Jetzt haben wir eine weltweite Krise und die Mineralölkonzerne haben die Benzinpreise massiv erhöht, ohne dass es dafür einen konkreten Grund gibt, denn der Weltmarktpreis für das Rohöl ist nicht auf seinem Höchststand. Anstelle die Mehreinnahmen nun zu nutzen, um die alternativen Antriebe sinnvoll zu fördern, zum Beispiel durch Investitionen in die kommunalen Stromnetze, müssen alle das Benzin für die Autofahrer subventionieren, egal ob sie überhaupt Auto fahren. Und so teuer scheint der Sprit nicht zu sein, wenn die Strassen so voll sind. Oder sind das alles Firmenwagen. Vielleicht muss man da auch mal ran und deren Förderung zusammenstreichen. Zudem geht unsere Regierung nun hin und erschließt weltweit neue Gaslieferanten. Wir wollen weg von dem Gas und dem Öl. Das muss oberste Prämisse sein. Dazu muss man nichts subventionieren, sondern durch günstige, zum Beispiel zinslose, Kredite den Umbau der Öl- und Gasheizungen hin zu Wärmepumpen in Kombination mit Solar fördern. Es gibt inzwischen für alles eine Lösung. Mit Solarzellen kann man heute nicht nur Strom gewinnen, sondern gleichzeitig auch Wärme. Und wenn man diesen ganzen Ausbau geschafft hat und alle Dächer blau und nicht mehr rot sind, dann kann man auch den Wasserstoff produzieren, den die Industrie gebrauchen kann. Aber anscheinend wird von der Energielobby der Politik eingeredet, dass das alles ungünstig ist.

Wir wissen, dass der Klimawandel unaufhaltsam da ist und wir nur noch Schadensbegrenzung machen können und wir wissen, dass die Bekämpfung der Folgen um ein Vielfaches teurer wird, als eine Schadensvermeidung durch rechtzeitige Maßnahmen. Also warum tun wir dann nichts? Wir müssen jetzt handeln, denn jedes Handeln, aber auch jedes Nicht-Handeln macht sich erst in zehn Jahren bemerkbar. Also spüren wir heute unser Handeln von 201#. Irgendwann wird es nichts mehr nützen das Speiseöl oder das Toilettenpapier zu hamstern. Das ist einfach nur egoistisches Denken.

Es muss dringend etwas getan werden

Gestern gab es in der ARD die interessante Doku „Bis zum letzten Tropfen„. Eine Dokumentation über die Wasserknappheit in Deutschland. Eigentlich ist das für mich kein neues Thema gewesen, aber es ist wichtig sich die Problematik mal wieder vor Augen zu führen. Kleiner Funfact nebenbei, als Technik affiner Mensch fand ich es extrem spannend, dass man mit Satelliten Gravitationsunterschiede durch eine Flugbahnänderung messen kann.

Auch die Problematik, dass Großkonzerne für nicht einmal 1/10 des üblichen Preises Wasser fördern dürfen, um dieses dann sauteuer an die Menschen weiter zu verkaufen, kannte ich. Ich selber trinke nur noch Leitungswasser, wobei das ggf. etwas wenig Mineralstoffe enthält und ich dagegenhalten muss. Aber den Irrsinn mit dem teuren Mineralwasser mache ich nicht mit. Mir war aber nicht bewusst, dass dies in Deutschland heute noch immer möglich ist. Ich frage mich, wie viel die Politiker, die solche Entscheidungen treffen, persönlich davon profitieren? Eigentlich müsste die Preisgestaltung umgekehrt sein. Das lokale Trinkwasser müsste billiger sein. Das von Coca Cola oder Nestle an solchen Standorten geförderte Wasser wird ja nicht lokal vertrunken, sondern durch die Gegend gefahren. Also wird im Grunde ein Lebensmittel für die Städter erzeugt. Das ist ja das generelle Problem, dass praktisch keine Ressource in der Stadt erzeugt wird. Das gilt ja zum Beispiel auch für die Ressource Strom.

Neben den vermehrten Trockenzeiten haben wir aber zu anderen Zeiten zu viel Wasser, wie letztes Jahr im Ahrtal. Diese, nur zu kurzen Zeiten, auftretenden Starkregenereignisse gilt es in Zukunft zu nutzen. Mir fällt da eigentlich nur eine relativ schnell umzusetzende Möglichkeit ein und das ist die Nutzung der großen in den Boden gegrabenen Löcher, sprich die Kohleabbaugebiete. Was ist dafür zu tun? Zuerst muss sichergestellt werden, dass man auf die Kraftwerke verzichten kann. Also schafft Euch Solaranlagen an. Zweitens müssen die Anwohner, die in den Kohleabbautrockenlegungsgebieten Häuser haben, umgesiedelt werden. Warum? Weil die Lokalpolitik seinerzeit Grundstücke verkauft hat, die es so gar nicht gegeben hätte, wenn durch den Braunkohleabbau nicht massiv das Grundwasser gesenkt worden wäre. Dann muss man nur noch die Pumpen abstellen und das Gebiet als Überflutungsgebiet nutzen. Allerdings vermute ich, dass alleine das Abstellen der Pumpen einen sehr positiven Einfluss auf den Grundwasserspiegel der gesamten Region haben wird, so dass man auf die Starkregenereignisse verzichten kann. Ich denke aber auch, dass wir weitere Regionen haben, wie die Lüneburger Heide, wo noch immer Wassermangel herrschen wird. Deshalb muss man zusehen, dass dann das Wasser verteilt wird und in den Boden eingebracht wird. Das ist alles sehr aufwendig, aber meiner Ansicht nach notwendig. Man muss sich auch überlegen wie viel Jahre es braucht, bis das Wasser dort ankommt, wo es heute gefördert wird. Nicht umsonst gibt es Werbung bzgl. Mineralwasser, dass durch einen tiefen Stein muss. Das Wasser war viele hundert Jahre dahin unterwegs und die Zeit muss man ihm eigentlich wieder geben.

Hier noch einmal die notwendigen Massnahmen:

  1. JETZT endlich die Photovoltaik ohne viel Rücksicht auf den Denkmalschutz flächendeckend ausbauen und Wasserstoffspeicher einführen.
  2. Braunkohleabbaugebiete als Überflutungsgebiete vorbereiten.
  3. Wasser in trockene Regionen leiten und dort in Mooren oder ähnlichem versickern lassen.
  4. Lasst die Konzerne wie Coca Cola und Nestle für die Folgen bezahlen.

Damit können wir auch diese Probleme lösen, wenn wir nur wollen.

Corona; Das Beispiel was beim Klimaschutz anders laufen muss

Seit Ende 2019 hat das Thema Corona das Thema Klimawandel weit in den Hintergrund gedrängt und ist gleichzeitig ein Beispiel dafür, wie die Welt agiert. Auch wenn die Corona Pandemie noch (lange) nicht beendet ist, so kann man doch jetzt einen Blick auf die letzten 24 Monate werfen und seine Schlüsse daraus ziehen.

Verlauf der Corona Pandemie in Deutschland

Zu Beginn der Pandemie in Deutschland haben die Experten vor gravierenden Auswirkungen gewarnt und die verschiedenen Wellen vorhergesagt. Zu Beginn haben die Politiker noch weitgehend auf die Experten gehört und das Leben in Deutschland drastisch heruntergefahren, was dazu geführt hat, dass Deutschland im internationalen Vergleich recht gut dastand (Basis für diese Aussage ist die Anzahl der Toten). Gleichzeitig haben die Medien offen über die Pandemie berichtet, was gut ist, aber zu einer typisch Deutschen Sicht geführt hat. Die Deutschen sind heute sehr skeptisch in allen Belangen geworden. Ich weiß nicht wie es dazu gekommen ist, aber das bedeutet, dass wir oft und gerne über Probleme diskutieren und selten über Lösungen. Das ist ein Problem, dass sich immer weiter verstärkt und emotional stärker ist, als positive Dinge. Beispiel, wenn Rückmeldungen ausgewertet werden, ist der Anteil der negativen Stimmen immer um ein vielfaches größer als die der zufriedenen Stimmen, weil letztere sich einfach gar nicht äußern, der Unzufriedene aber sehr wohl sein Meinung von sich gibt.

Im Laufe der Pandemie hat die Politik festgestellt, dass man eine Wirtschaft nicht dauerhaft herunterfahren kann. Also wurden Lockerungen beschlossen. Zudem stand eine Bundestagswahl an und kein Politiker wollte seine Wähler verprellen. Somit wurden wichtige Maßnahmen gar nicht oder viel zu spät beschlossen, so dass wir uns jetzt in einer vierten Welle befinden. Außerdem und das hat noch niemand geäußert, laufen wir auf das nächste große Problem zu. Dies wird durch die aktuell an RSV erkrankten Kindern sichtbar. Wir sind durch die ganzen Hygienemaßnahmen von den üblichen Grippe- und Erkältungskrankheiten entwöhnt, so dass auch von dieser Seite Gefahr für das Immunsystem droht.

Zurück zum Thema. Ich stelle fest:

  • Die Politik hat viel zu langsam und zu zögerlich reagiert.
  • Die Politik hat nur reagiert und nicht auf anhand der wissenschaftlichen Empfehlungen aktiv agiert.
  • Die Medien haben erheblich mehr über (mögliche) Probleme und Fakenews berichtet.
  • Die Bevölkerung hat die falschen Schlüsse gezogen und unsolidarisch agiert.

Parallelitäten zur Klimaänderung

Die Wissenschaftler in der Coronapandemie sind einer Lernkurve gefolgt. Man hatte zwar aus der Vergangenheit gewisse Beispiele (Spanische Grippe) aber diese sind nicht 100% auf das Coronavirus und die heutige Zeit übertragbar. Dies wurde offen kommuniziert, kam aber in den Medien als Rumgeeiere an. In der Vergangenheit wurde viel über die Klimaveränderung diskutiert und zu Beginn hieß es auch, dass man noch dabei ist die Modelle zu entwickeln. Allerdings sind sich heute ALLE Wissenschaftler über die Klimaveränderung, deren Gründe und deren Auswirkungen einig.

Die Politik ist in der Coronapandemie einem seltsamen Weg gefolgt. Erst mit der großen Keule zuschlagen, dann übervorsichtig agiert, anhand von Erfolgen quasi alles freigegeben und dann wegen der Wahl nicht rechtzeitig gegengesteuert. In der Klimapolitik sieht es genauso aus, wobei die große Keule (noch) fehlt, sondern einfallsloses Rumgeeiere jetzt schon stattfindet, um ja niemandem weh zu tun. Ich erinnere mich an eine Rede von Herrn Habeck, der von den drei politischen Steuermöglichkeiten Bestrafen (Steuern, Gebühren, Abgaben), Einschränken (Verbote, Auflagen) und Bezahlen (Subventionen) gesprochen hat. Davon, dass die Politik aber durch Vorgaben (Gesetze) steuern kann, die weder etwas mit Bestrafen noch mit Bezahlen zu tun haben, war leider keine Rede.

Zu guter Letzt das Volk. Sowohl in der Pandemie, als auch in der Klimaproblematik wurde dem Volk eingeredet, dass die Politik alles regeln muss und hat sich anschließend beschwert, wenn die getroffenen Maßnahmen nicht in ihrem Sinne gewesen sind. Viel zu wenig wurde auf die Worte der Experten gehört, die mit den Worten „Wir müssen zusammen …, begannen. Anders ausgedrückt, das Volk macht nichts von sich aus, wenn es nicht gezwungen / genötigt wird. Das ist wie bei jugendlichen Kindern, die auch nichts von sich aus tun.

Schlüsse für den Klimawandel

Ich ziehe aus dem Coronabeispiel folgende Schlüsse:

  • Wir haben die Lernkurve eigentlich hinter uns und wissen was zu tun ist.
  • Wir müssen jetzt agieren, auch wenn wir schon (zu?) sehr spät dran sind. (Wir müssen nicht mehr auf Technologien warten, so wie wir auf einen Impfstoff warten mussten, denn es gibt sie alle.)
  • Ein zu spätes Agieren hat dramatische Folgen für alle.
  • Das Volk muss aufhören auf die Politik zu warten.
  • Die Politik muss die richtigen Rahmenbedingungen schaffen.
  • Wir als Deutsche dürfen nicht auf andere Länder schauen, sondern wir müssen für uns die wichtigen Schlüsse ziehen. Im Übrigen sind die CO2 Ausstöße in China und den USA auf unser Konsumverhalten zurückzuführen und bzgl. China haben wir unseren CO2 Ausstoß durch Produktionsverlagerungen schon vor Jahrzehnten nach China verlagert.

Was sollten wir jetzt gegen die Klimaveränderung tun?

Es gibt verschiedene einfache Maßnahmen.

  1. Die Politik beschließt ein Gesetz nach dem jeder Gebäudeneubau sich energetisch neutral verhalten muss, also so viel Energie (Strom und Wärme) erzeugen muss, wie das Haus und deren Einwohner im Jahr verbrauchen.
  2. Es müssen Vorgaben erlassen werden, um einerseits Vermietern einen Anreiz zur Investition in eine neue Heizung und Stromerzeugung zu bieten und andererseits verhindern, dass Mieter belastet werden. Dies kann zum Beispiel durch KfW Kredite generiert werden, so dass die Kosten durch die allgemeinen Betriebskosten gedeckt sind und am Ende jeder etwas spart und die Umwelt schützt.
  3. Es muss auch für Bestandsbauten eine kostenneutrale Finanzierungsmöglichkeit geschaffen werden, so dass auch diese schnellstmöglich umgebaut werden können.
  4. Gesetz: Wenn ein Altbau ein neues Dach erhält, so muss auch dieses mit Solarzellen bestückt werden.
  5. Alle Solar- und Windkraftanlagen, die an das öffentliche Stromnetz angeschlossen sind, benötigen einen Pufferspeicher, der eine Verbrauchsnacht abdecken kann.
  6. Der Denkmalschutz muss so überarbeitet werden, dass auch hier Veränderungen möglich sind. Beispielsweise haben sich Schlösser und Burgen im Laufe der Besitzer an deren Bedürfnisse immer wieder angepasst. Warum ist das heute nicht mehr möglich? Ist es wirklich wichtig Baumaterialien zu erhalten, die ungünstig sind oder reicht es nicht aus, eine optische Ansicht zu erhalten? Ich denke hier an Fenster und Dachziegel. Es gibt beides in entsprechender Optik, nur sind zum Beispiel Kunststofffenster viel besser als Holzfenster.
  7. Die Politik muss eine allumfassende Verkehrsreform unterstützen. Damit meine ich nicht, dass die Innenstädte vom Auto befreit werden. Ich meine damit eine Umsetzung eines modernen und flexiblen ÖPVs und durch das Schaffen von Anreizen an bestimmten Punkten in den ÖPV zu wechseln (vom Lande in die Stadt kommt man nicht ohne Auto und auch nicht über das Land). In den Städten und Gemeinden muss eine allgemein zugängliche, umfangreich vertretene und bezahlbare Ladeinfrastruktur für E-Autos geschaffen werden.
  8. Die Politik muss unsinnige Subventionen abschaffen. Das Kerosin muss ordentlich bepreist werden. Der Diesel muss ordentlich bepreist werden. Auch E-Autos sollten keine Subventionen bekommen (die sind preislich inzwischen attraktiv genug). Die Subvention von E- und Hybrid-Firmenwagen muss abgeschafft werden.
  9. Es werden Möglichkeiten für Kleinenergieerzeuger geschaffen, um ihren Strom fair und einfach vertreiben zu können, ohne dass diese direkt zu Gewerbetreibenden werden (hier braucht es nicht nur Vorgaben für das Finanzamt, sondern auch vernünftige Vorgaben für den Markt).
  10. Der Industrie werden Bürgschaften zur Verfügung gestellt, damit die Industrie größer und globaler denken kann. Beispiel Solarproduktion. Es reicht nicht aus eine Solarzellenfabrik für den Deutschen Markt aufzubauen. Die wird niemals gegen die chinesische Konkurrenz bestehen können.
  11. Unterstützung der Universitäten und Institute zur Entwicklung moderner Technologien mit richtig viel Geld und nicht nach dem Gießkannenprinzip. Forschung und Entwicklung führt nicht immer zu einem wirtschaftlichen Erfolg. Das darf also keine Bedingung sein.

Die oben beschriebenen Maßnahmen zur Finanzierung kosten eigentlich niemanden etwas. Der Staat bekommt sein Geld zurück und das Volk profitiert von den Einsparungen.

Die beschriebenen Maßnahmen sind zum großen Teil einfach und schnell umsetzbar.

Die Generation 40-70 muss mal den Arsch hochbekommen und die Verantwortung für die zukünftige Welt übernehmen.

Heizkostenoptimierung – Heizungssanierung

Nächste Woche findet im Ort eine Informationsveranstaltung zum Thema Heizung statt. Ich weiß noch nicht, ob ich da hingehe, da es mich nicht direkt betrifft. Deshalb weiß ich auch nicht, was da erzählt wird. Aber ich kann meine eigenen Erfahrungen darstellen und das was ich als Maßnahmen durchführen würde.

Das Heizen von Wohnraum ist neben dem Verkehr der größte CO2 Emittent. Also ist es besonders wichtig hier Maßnahmen durchzuführen. Wenn man die Umwelt schützen möchte gibt es zwei Möglichkeiten, entweder Verzicht oder bessere Technik. Ich glaube nicht, dass jemand bei 17 Grad auf seiner Couch sitzen möchte. Also bleibt hier die Optimierung übrig. Die folgenden Maßnahmen sind nach Einfachheit und Kosten sortiert. Dabei sind die ersten Maßnahmen nicht nur die günstigsten, sondern auch die effektivsten.

Optimierung des Wärmeflusses

Wenn Sie Ihre Heizkörper voll aufdrehen und dann einen glühenden Heizkörper haben und in Badehose auf Ihrem Sofa sitzen, liegen zwei Probleme vor. Erstens funktioniert der Heizkörper nicht optimal und zweitens ist die Heizwassertemperatur zu hoch. Wenn ein Heizkörper vom Einlass bis zum Auslass vollständig heiß ist, bedeutet dies, dass das Heizwasser sehr schnell durch die Heizung läuft und gar keine Zeit hat die enthaltene Wärme abzugeben. Besser ist es, wenn der Heizkörper im Einlass warm ist und im Auslass deutlich kühler (ca. 10 Grad Celsius). Das erreicht man durch einen sogenannten hydraulischen Abgleich. Hierzu besitzen moderne Heizkörper Ventile, die einen zusätzlichen Ring besitzen, mit denen die Durchflussgeschwindigkeit eingestellt werden kann. Man kann diese Ventile auch nachrüsten. Das kostet pro Heizung ca. 15-50€, je nachdem ob man nur das Innenleben tauscht oder auch den Drehregler. Leider muss dazu das Wasser abgelassen werden, so dass man das nicht selber machen kann. Diese Maßnahme wird aber von der KfW gefördert und spart (laut Internet) 15-25% Heizkosten ein.

Zusatz: Elektronische Heizkörperthermostate kosten wenig mehr, als ein normaler Thermostat (wenn man sie ohnehin tauscht) und man kann mit ihnen über Zeitprofile die Raumtemperaturen regeln, was auch noch einmal ein bisschen spart, aber diese benötigen Batterien, die nur ein Jahr lang halten. Glücklich ist der, der eine Steckdose in der Nähe hat und dann ein 3V Kabel legen kann. Dies sollte man bei einer Altbausanierung gleich mit vorsehen. Man kann auch gleich vernetzte Thermostate verwenden und diese ggf. an eine Haussteuerung anschließen.

Optimierung der Heiztemperatur

Ein wohlig temperierter Raum zum Arbeiten oder zum gemütlichen Sitzen sollte etwa 23 Grad Celsius haben. Wenn diese bereits erreicht ist wenn der Heizkörper auf 2 steht, dann ist die Heizwassertemperatur viel zu hoch. Optimal ist es, wenn man den Heizkörper auf 4 stellen muss. Dann hat man noch immer eine Toleranz mit dem Maximalwert 5. Das Schlafzimmer wird dann natürlich geringer eingestellt. Gerade die Reduzierung der Heizwassertemperatur ist ein extrem wichtiger Beitrag. Da stellt man dann auch ganz schnell fest, dass die Temperatur schon fast im Bereich einer Fußbodenheizung ist und nicht mehr bei 70 Grad, wie man es früher gemacht hat. Keine Angst um einen zu kalten Raum, wenn es Draußen sehr kalt wird, denn die Heizung steuert die Heizwassertemperatur durch den Außenfühler entsprechend nach.

Mit den bisher beschriebenen Maßnahmen kann man wohl bis zu 30% Heizkosten einsparen.

Warmwassertemperatur

Gerade in Mietshäusern heißt es immer, dass die Wassertemperatur sehr hoch sein muss, damit sich keine Salmonellen ansiedeln können. Erstens ist das „nur“ ein Problem, wenn selten Wasser entnommen wird, also zum Beispiel nach einem Urlaub und zweitens bestehen auch Salmonellen nur aus Eiweiß. Eiweiß gerinnt bei 42 Grad. Deshalb ist das auch die kritische Körpertemperatur des Menschen. Also reicht eine Warmwassertemperatur von 45 Grad Celsius völlig aus. Die ist angenehm unter der Dusche, man verbrüht sich also nicht und man muss grundsätzlich erstmal keine Angst vor Keimen haben. Um ganz sicher zu gehen, lässt man aber die Temperatur einmal die Woche auf 55 Grad ansteigen, was natürlich auch nur dann etwas bringt, wenn diese auch abgerufen wird. Eine Dauertemperatur von 55 Grad Celsius ist unnötig und gefährlich, weil sie zu Verbrühungen führen kann. Auch diese Reduktion spart sehr viel Kosten und reduziert den CO2 Ausstoss.

Jetzt haben wir schon durch Einsatz von wenig Geld eine Menge Geld eingespart und die Umwelt geschont.

Vorarbeiten

Bevor wir zur eigentlichen Heizung kommen, vorher noch ein weiteres Vorhaben zum Energiesparen. Den wichtigsten Isolationsbeitrag eines Hauses bringen die Fenster. Wenn Sie keine 3-fach Verglasung haben, ersetzen Sie die Fenster durch 3-fach Verglasung und verwenden Sie moderne energiesparende Kunststoffprofile. Wenn Sie dann noch auf WK3 achten, haben Sie gleichzeitig einen Einbruchschutz. Rechnen Sie im Schnitt pro Fenster mit ca. 1000€. Ich denke, es gibt auch Profile, die Holz imitieren. Ich hoffe die Denkmalschutzbehörden gehen an der Stelle langsam mal mit der Zeit. Moderne Fenster bringen einen sehr hohen Beitrag, der noch höher einzuschätzen ist, als eine Hausisolierung. Apropos. Wenn Sie sich entschließen sollten Ihr Haus zu isolieren, verwenden Sie auf keinen Fall Kunststoff (Styropor). Es gibt inzwischen genauso einfach zu verarbeitende Isolierungen auf Biofaserbasis. Damit haben Sie später keinen Sondermüll und das Haus kann weiter atmen. Ich halte auch die Aussagen, dass ein Haus luftdicht sein muss für völligen Schwachsinn, da damit die Luftqualität im Haus massiv beeinträchtig wird und es leicht zur Schimmelbildung führen kann.

Heizung

Nun haben wir alle Vorarbeiten betrachtet und können uns der Heizung widmen, die inzwischen gar nicht mehr so groß sein muss und nach einer Hausisolierung den teuersten Faktor der Maßnahmen darstellt. Wir gehen also davon aus, dass Sie eine alte Öl-Heizung haben. Wenn Sie diese rauswerfen, können Sie einen zusätzlichen Raum gewinnen. Außerdem entfällt der Ölgestank. Wenn Sie den Platz dafür haben, schaffen Sie sich eine Luftwärmepumpe an. Diese stell aktuell das Optimum aus Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz da. Eine Erdwärmepumpe ist energetisch noch besser, bedingt aber einen viel höheren Aufwand und ist umwelttechnisch etwas zweifelhaft, zumindest, wenn sie in die Tiefe geht. Zudem haben diese Heizungen den Vorteil, dass sie mit Strom arbeiten und dieser relativ konstant im Preis bleiben wird, da der CO2 Preis hier eher sinken als steigen wird und man kann ja selber (als Hausbesitzer) zum Stromproduzenten werden.

An dieser Stelle würde ich gerne aufhören, denn alle anderen Heizungen sind Umweltsäue. Über die Ölheizung müssen wir uns wohl nicht unterhalten. Wohl aber über die vielfach gepriesenen Pellet- oder Hackschnipsel-Heizungen. Für diese werden in Osteuropa und Asien ganze Wälder abgeholzt. Die Aussage, dass für die Pellets nur Reststoffe verwendet werden, ist schlichtweg falsch. So viel Abfall fällt nämlich gar nicht an und die Herstellung von Pellets ist energieaufwendig. Das bedeutet, es muss erst künstlich einen Teil der Energie in das Material gebracht werden. Zudem kommt noch der Transport hinzu.

Als Notlösung fällt mir nur noch eine Gasheizung ein, da man vielleicht irgendwann das Gas auch synthetisch aus der Elektrolyse und dem CO2 der Luft gewinnen kann.

Eine Wärmepumpe hat noch den weiteren Vorteil, dass sie über eine Photovoltaikanlage betrieben werden kann und damit besonders günstig ist.

Soweit ich informiert bin, sind alle Maßnahmen durch die KfW förderbar, so dass niemand einen teuren Privatkredit aufnehmen muss. Voraussetzung ist oftmals ein Energieausweis, erstellt durch einen Energieberater. Halten Sie aber mit dem Energieberater fest, dass er Zusatzkosten übernimmt, wenn sein Energieausweis nicht stimmt. In meinem Fall hat mich eine falsche Berechnung 2000€ gekostet, die ich nicht an Subventionen bekommen habe und die ich höhere Zinsen länger bezahlen muss. Errechnet hatte der Energieberater einen Verbrauch von 55kW/qm bei 20 Grad Raumtemperatur. In Wirklichkeit waren es 13kW/qm bei 21 Grad. Das macht einen gewaltigen Unterschied bei der „Art“ des Hauses.

Was sind die deutschen Politiker?

Die Tage kann ich mich mal wieder über die Verbohrtheit der Politiker aufregen. Thema 1 ist die A49, eine Autobahn, die ich früher sicher auch gerne genutzt hätte. Heute habe ich den Bedarf nicht mehr. Aber es gibt sicher einige Leute, denen es anders geht. Auch muss man zugeben, dass es einen demokratischen Prozess gab und irgendwann muss man es auch mal gut sein lassen. Trotzdem sollten man auch kurz vor Schluss noch einmal alle Rahmenbedingungen prüfen. Der Ausbau ist eigentlich ein gutes Beispiel dafür, dass der Genehmigungsprozess funktioniert, denn sonst hätte es nicht so lange Zeit gebraucht. Die Frage, die ich mir allerdings stelle ist die, ob nicht diejenigen (die Politiker), die den Wunsch haben etwas zu bauen, nicht auch die Rahmenbedingungen entsprechend vorgegeben haben, so dass die Gerichte gar nicht anders entscheiden konnten. Ich denke man muss den Gedanken der Nachhaltigkeit und Zukunftssicherung im Sinne der Umwelterhaltung für zukünftige Generationen als Grundrecht etablieren.

Was stört mich am Bau der Autobahn (neuen Strassen)? Naja, erstmal natürlich das Abholzen der Wälder oder die Vernichtung von gutem Landwirtschaftsboden. Wir regen uns über die Rodungen in Brasilien auf und vernichten gleichzeitig bei uns großflächig Flächen. Dies gilt auch für Bauprojekte. Es gibt so viele ungenutzte Flächen, die einer Neunutzung zugeführt werden müssten, bevor es Neuflächennutzung gibt. Aber es gibt noch weitere Gründe. Seit wie viel Jahren wird die Autobahn „gebaut“? Seit 30 oder noch mehr Jahren? Laut Wikipedia kann man wohl von mehr als 50 Jahren ausgehen. Natürlich sind die Planungen in der Zwischenzeit angepasst worden. Trotzdem hat sich in diesem Zeitraum vieles verändert. Zum Beispiel gab es zwischendurch eine Wiedervereinigung. Meiner Meinung nach kann man nach einer so langen Verzichtszeit auch getrost weiter darauf verzichten, denn so schlimm war der Verzicht bisher wohl nicht und ich glaube, dass irgendwann der Verkehr wieder weniger wird. Warum sollte also meiner Meinung nach auf die Autobahn verzichtet werden? Ganz einfach, weil sie das wichtige Ziel der Zukunftssicherung verfehlt.

Zur Zukunftssicherung gehört der Schutz / die Wiederherstellung des Klimas und insgesamt die Ressourcenschonung. Meiner Meinung nach gelingt dies nur durch zwei Dinge, die Reduzierung der Menschheit und viel schneller, durch die Reduzierung des Individual-PKW-Verkehrs. Da sich der erste Punkt nicht so einfach umsetzen lässt, können wir uns inzwischen um Punkt 2 kümmern.

Wenn es die Möglichkeit gäbe, dass sich viele Menschen Fahrzeuge teilen, ohne dass sie es großartig merken, könnten die Fahrzeuge viel besser genutzt werden. Beispielsweise werden Fahrzeuge im Schnitt vielleicht zwei Stunden am Tag bewegt. Also können sie 22 Stunden etwas anderes tun, zum Beispiel andere Passagiere befördern. Wenn man pessimistisch ist, könnten sicher drei Personen sich ein Fahrzeug virtuell teilen. Virtuell deshalb, weil es sich nicht immer um dasselbe Fahrzeug handeln muss. Andererseits will ich nicht im strömenden Regen erst einige Minuten zu Fuß laufen, um zu einem Fahrzeug zu gelangen. Also werden Fahrzeuge benötigt, die selbständig fahren können.

Laut diesem Artikel auf golem.de: https://www.golem.de/news/autonomes-fahren-verkehrsministerium-will-ferngesteuerte-autos-verhindern-2010-151341.html, ist die Bundesregierung dabei die Innovation von selbstfahrenden Autos ad absurdum zu führen. Ein autonom fahrendes Auto wird sicher noch eine Entwicklungsphase von mehreren Jahren haben, aber warum sollte es nicht eine Übergangszeit geben? Diese sieht meiner Ansicht nach einerseits so aus, dass die PKWs immer mehr entsprechende Funktionen erhalten und andererseits Sharing-, Miet- oder sonstige Fahrzeuge autonom unterwegs sein können, die von einer Zentrale überwacht werden. Ich bin der Meinung, dass alle Taxis und Busse als erstes durch entsprechende Fahrzeuge abgelöst gehören. Damit verlagern sich diese Arbeitsplätze ins Warme, denn zunächst wird dieses Personal noch zur Überwachung benötigt.

Trotzdem legt die Politik derzeit der Zukunft mächtige Felsbrocken in den Weg. Das Problem ist, dass es hier in Deutschland eine enorme Technikskepsis gibt. Ich weiß nicht worin die begründet ist, denn schließlich gab es hier mal so Slogans wie „Vorsprung durch Technik“. Das Problem besteht darin, dass eine Technik nicht nur genauso gut wie der Mensch sein soll, sondern besser. Dabei ist der Mensch sicher kein besonders guter Autofahrer, denn er hält sich nicht an Regeln, ist unkonzentriert, schlecht drauf, mit den Gedanken bei was auch immer, …. Ferner besteht das Autofahren zwar im Prinzip aus lauter Wenn-Dann-Regeln, aber kein Mensch wertet beim Autofahren ständig alle Regeln aus, sondern fährt instiktiv. Auch eine Technik ist ab einem bestimmten Punkt damit überfordert. Es gibt aber eine Lösung, die heißt KI. Nun wollen die Politiker, von der Technik, dass sie einem Menschen (Richter) erklären kann, warum sie welche Entscheidung getroffen hat. Wenn wir von einer wirklich echten KI sprechen, dann geht das nicht so richtig. Genauso wenig kann ein Mensch zu 100% im Nachhinein sagen, warum er eine bestimmte Entscheidung getroffen hat (immer im Kontext Auto fahren). Das nächste Argument ist nun, dass dann gefragt wird, wer die Haftung übernimmt? Das ist im Grunde völlig unerheblich, denn auch heute sind alle Autofahrten über Versicherungen abgedeckt. Man muss nur die Zuordnung der Versicherung ändern, denn ich als Besitzer eines autonom fahrenden KI Autos habe keinen Einfluss auf das Fahrzeug und ich kann weder als Fahrzeughalter, noch als Passagier beurteilen, ob die Technik im Fahrzeug in Ordnung ist. Das muss das Fahrzeug durch Selbsttests herausfinden und das kann es auch. Bei der Versicherung würde es sogar einfacher werden, denn man wird keiner Technik eine Fahrlässigkeit vorwerfen können.

Auch die immer wieder angeführten und meiner Ansicht nach an den Haaren herbeigeführten, Beispiele für eine Entscheidungsfindung sind völlig überflüssig. Wenn ich als Mensch unterwegs bin und einem Hindernis ausweichen muss und zur Auswahl ein Kind habe oder ein Gruppe älterer Personen, so werde ich als Mensch darauf niemals Rücksicht nehmen. Ich als Mensch würde immer so reagieren, dass ich möglichst wenig Schmerzen davon trage oder ggf. noch meine Mitfahrer schütze. Alles andere ist reine Reflexhandlung und die wird sicher durch ein bevorzugt rechts oder bevorzugt links Verhalten bestimmt. Ich kann nicht beurteilen, was für die Gesellschaft wichtiger ist. Vielleicht hat das Kind eine schlimme Krankheit und stirbt sowieso in ein paar Tagen. Ich weiß es nicht und kann es nicht erkennen. Nur die Chinesen wissen das, da jeder Bewohner einen Sozialstatus hat und durch eine Gesichtserkennung wäre hier eine Auswertung möglich, aus unserer westlichen Sicht aber nicht erstrebenswert. Eine Technik der ich mich anvertraue muss in erster Linie mich schützen. Alles andere ist zweitrangig.

Was ich damit sagen will ist, wir brauchen autonom fahrende Fahrzeuge, damit wir die Anzahl der Fahrzeuge und damit der verbrauchenden Ressourcen reduzieren können. Ich meine damit nicht den Energieverbrauch beim Fahren, sondern die Produktion, Wartung, Platzverbrauch, … Also sollen vernünftige Kriterien eingeführt werden. Zum Beispiel kann pro Autonomielevel (1-5) festgelegt werden, dass ein Level nur erhöht werden darf, wenn mit einer Geschwindigkeit x soundso viele Kilometer unfallfrei (ohne dass die Technik Schuld hat) absolviert wurden. Beispielsweise beginnt man mit Level 3 und 60km/h. Nach 1Mio Kilometer der mit dieser Technik ausgerüsteten Fahrzeuge kann auf 70km/h erhöht werden. Die nächste Geschwindigkeitsstufe aber erst mit doppelt so vielen Kilometer usw.. Gleichzeitig muss man die Haftungsfrage ganz pragmatisch lösen und festlegen, wer sich für eine Versicherung entscheidet. Bis Level 3 zum Beispiel der Halter, darüber der Hersteller.

Damit brauchen wir auch nicht mehr so viele Strassen und hätten weniger Staus. Wenn man dann noch die LKWs autonom macht, dann müssen auch nicht mehr so viele Menschen unterwegs sein. Es wird immer nach 5G und sonstigem geschrien, aber ein Einsatz wird in solchen Gesetzentwürfen ausgeschlossen. Übrigens kann man das Geld des Strassenbaus auch in eine allgemeine Forschung stecken und zwar in eine Forschung unabhängig von einem Hersteller.

Ich wage jetzt noch eine Prognose. Die deutschen Autohersteller haben sicher einige Erfahrung im Bereich autonomes Fahren, die Amerikaner sind aber weiter und alle werden von den Chinesen überholt, denn diese werden keine Rücksicht auf irgendjemanden nehmen und damit werden die Chinesen auch im Umweltschutz irgendwann besser sein, als alle anderen. Zudem werden die Chinesen einfach ihr Strassennetz optimieren. Das wird in Deutschland noch viele Jahrzehnte dauern.

Wird die Politik stark bleiben?

Die Coronakrise ist langsam unter Kontrolle. Nun werden Rufe nach Unterstützung der Wirtschaft laut. Naja, man hört eigentlich nur die Autoindustrie. Was glauben die eigentlich wer sie sind? Das wäre dann die vierte Unterstützung in Folge und was hat es gebracht? Nichts als eine erhöhte Umweltbelastung durch eine Verschrottung von fahrbereiten Fahrzeugen. Ich habe ja nichts dagegen, wenn man einen Wirtschaftsaufschwung erzeugt, aber der muss mit Zielen für eine bessere Zukunft, sprich eine bessere Umwelt verbunden sein. Deshalb sollten Projekte gefördert werden, die für eine nachhaltigere Zukunft sorgen. Die Autoindustrie muss sich irgendwann mal von dem Modell des Privatfahrzeugs verabschieden. Fahrzeuge sind hauptsächlich zum Stehen verdammt. Das ist in vielerlei Hinsicht sinnlos. Deshalb müssen Projekte gefördert werden, die einen anderen Weg vorgeben. Da kann die Autoindustrie sich auch daran beteiligen, aber eigentlich haben sie es nicht nötig, denn sie haben Milliarden auf der Hohen Kante. Also warum noch Subventionen? Deshalb zum Beispiel Projekte zum autonomen Fahren, mit dem Ziel eine individuelle ÖPV Struktur zu schaffen. Mit kleinen Fahrzeugen, die als autonome Taxis fungieren. Das Endziel muss sein, eine Fahrzeugflotte zu haben, die zu 80% unterwegs ist und nicht steht und möglichst voll besetzt ist. Und die Fahrzeuge müssen zu sehr geringen Kosten zu betreiben sein. Zugegeben werden da zunächst hauptsächlich Ingenieure benötigt, aber vielleicht sollte man das viele Geld allgemein in die Zukunft stecken, zum Beispiel in Schulen und Lehrer, damit es später wieder innovative Ingenieure gibt. Leider gibt es die ja gar nicht mehr. Heißt ja heute Bachelor. Ich finde es gibt so viel bessere Möglichkeiten eine Wirtschaft anzukurbeln. Gebt zum Beispiel jedem Bürger einen Restaurantgutschein. Das kostet vergleichsweise wenig, bringt aber für die Gastronomie mit Sicherheit einen tollen Anschub.

Also hier der Appell an die Politik: Erst denken, dann handeln. Die Autoindustrie mag heute noch eine zentrale Rolle in Deutschland spielen, aber wir müssen Deutschland auf eine schöne, erstrebenswerte Zukunft ausrichten. Macht Euch doch erst einmal Gedanken darüber, wo wir mit der Gesellschaft in hundert oder zweihundert Jahren stehen wollen. Erzeugt eine Vision für alle. Danach kann man dann Maßnahmen ausrichten. Also nicht handeln, weil es akut Bedarf gibt, sondern vorausschauend handeln.

Corona, Tipp für einen Lifehack

Aktuell grassiert ja Corona. Ich will mich dazu gar nicht weiter äußern, denn das machen die Kabarettisten schon sehr treffend und alle weiteren Kommentare wären wohl eher zynisch. Ich möchte aber einen Lifehack vorstellen, der auf dem Klima-Barcamp genannt wurde. Das Problem: Durch die vielen Egoisten auf der Welt komme ich nicht an Clo-Papier und langsam geht es wirklich zur Neige. Was also tun? Ich habe den Vorschlag aufgenommen und mir zwei 10er Packs Waschhandschuhe bestellt. Das kostet mich einmalig 25 €. Also habe ich, wenn ich alle drei Wochen Wäsche wasche, für fast jeden Tag einen Waschhandschuh. Das wird nicht das komplette Clopapier ersetzen, aber es kann einen Teil davon ersetzen. Am Ende spare ich Geld, weil ich nicht mehr so viel Clopapier kaufen muss. Es ist gut für die Umwelt. Auch braucht man kein feuchtes Toilettenpapier mehr. Apropos, es gibt mobile Popoduschen. Ich glaube die ökologischste Variante ist die mit dem Schraubdeckel für Plastikflaschen. Das muss ich mal als Nächstes ausprobieren. Ansonsten vermute ich, dass die Handschuhe angenehm auf und für die Haut sind.

Ende der Woche werde ich die Handschuhe wohl bekommen und dann werde ich schauen, wie weit meine drei Restrollen, die ich noch habe, dann reichen werden.

Ich werden berichten. Einen Lifehack für das Nudelproblem habe ich aber nicht. Ich vermute aber ganz stark, dass es in drei Wochen wieder gute Angebote geben wird, weil dann niemand mehr Nudeln braucht.

In diesem Sinne, bleibt gesund und weder die Menschheit noch die Welt werden durch Corona untergehen. Da muss sich die Erde schon etwas anderes einfallen lassen, um die Krankheit Mensch loszuwerden.

Update 04.04.2020

Ich verstehe die Leute nicht, die Läden sind noch immer leer. Aber ich versuche ohnehin frisch einzukaufen. Meine 3 Rollen Toilettenpapier werden sicher noch eine Weile reichen. Seit ich darauf achte nicht mehr viel zu benutzen, habe ich eine halbe Rolle verbraucht. Da komme ich noch lange hin.

Eine mögliche Zukunftsvision des Besseren

Heute will ich mal eine Möglichkeit aufdecken, wie wir unsere Zukunft etwas besser gestalten können. Dazu beginne ich aber mit einer persönlichen Wahrnehmung der Vergangenheit. Wie sah die Welt, nach meiner Wahrnehmung, vor 60 Jahren aus? Früher hat man in der Nähe seiner Arbeit gewohnt. Entweder in Fußweite (bis 3km würde ich schätzen) oder man konnte mit entsprechenden Verkehrsmitteln (auch dem Fahrrad) dort hingelangen. Ein eigenes Auto gab es gar nicht. Das hatte zur Folge, dass man nicht nur mehr Bewegung hatte, sondern auch unter Menschen war und tatsächlich Freizeit hatte. Diese konnte man dann mit Kumpels im Sportverein, mit Einkaufen oder klassisch mit der Familie verbringen. Die Arbeit hat man Arbeit sein lassen und man hatte tatsächlich weniger psychischen Streß, weil es keinen so hohen Zeitdruck gab (was ich darunter verstehe, folgt noch), wenn dann eher körperlich in der Fabrik. Auf jeden Fall wurde die Umwelt weniger durch Berufsverkehr belastet, das Zwischenmenschliche war ausgeprägter und man war anscheinend ausgeglichener. Denn:

Heute fährt man auch mal 80km zur Arbeit. Selbst der Durchschnitt von 36km ist irre. Man hat durch die neuen digitalen „Hilfsmittel“ auf einmal Zeitdruck, weil alles schnell gehen muss. Das muss noch nicht einmal durch einen Vorgesetzten geschehen. Das ist einfach Psychologie. Wenn eine Mail ankommt, dann „muss“ die sofort beantwortet werden, ansonsten besteht ja auch die Gefahr, dass sie hinten herunterfällt (Das spricht für den Bedarf einer Zeitmanagementschulung) und man wird von der eigentlichen Arbeit abgelenkt. Nach dem Feierabend hat man den Kopf noch voll, begibt sich in den Verkehrsstress und will nur noch seine Ruhe haben. Das scheint mir Frust und Aggressivität zu erzeugen. Ansonsten kann ich mir die zunehmende Intoleranz und Aggressivität in der Gesellschaft nicht erklären.

Ein möglicher Ausweg

Viele der heutigen Arbeitsplätze sind digital. Das hat den Vorteil, dass man auch von zuhause arbeiten kann. Das führt aber ggf. auch zur Vereinsamung und es macht nicht so viel Spass, wie im Team. Also warum schafft man nicht in seiner Heimat Arbeitsinseln, wo sich Leute zusammenfinden die für verschiedene Unternehmen arbeiten. Das bedeutet, soziale Kontakte in der Heimat und nicht am entfernten Arbeitsplatz. Fahrten entfallen und man hat wieder mehr Zeit für andere Dinge. Die Umwelt wird dadurch auch geschont. Ich stelle mir Wohnbereiche vor, bei denen es diese Arbeitsinseln gibt, daneben vielleicht ein Kaffee, einen Supermarkt, Kindergarten, …. Eigentlich gibt es sicher viele Bereiche, die dem schon sehr nahe kommen könnten, aber es fehlen die Arbeitsinseln und die Leute sind noch immer von ihrer Arbeit gestresst. Daran kann ich aber auch nichts ändern, dass müssen die Unternehmen schaffen.

Jetzt fehlt nur noch eine kleine Optimierung. Durch die neue Art, braucht man eigentlich kein Auto mehr. Da bietet sich Car Sharing an. Das liesse sich in einer kleinen Gemeinschaft auch besser organisieren, als in der Anonymität einer Großstadt. Denn man kann dann einen zentralen Parkplatz für diese Fahrzeuge schaffen, zu dem jeder Teilnehmer hinlaufen kann ohne das nächste Auto suchen zu müssen. Ein weiterer Vorteil ist dann, dass diese Parkplätze mit Ladesäulen ausgerüstet werden können. Das funktioniert nämlich bei dem wilden Car Sharing nicht. Und wenn ich nun schon ein Auto share, warum sollte ich es dann alleine nutzen wollen? Vielleicht finden sich Mitfahrer oder ich kann jemandem einen Gefallen tun, weil ich sowieso gerade einkaufe. Das heißt, man shared sich auch sozial. Das wiederum spielt gegen die Anonymität und man wird anderen wieder gelassener.

Achtung jetzt kommt eine „Werbung“. Es gibt nämlich tatsächlich schon Leute, die an solchen Lösungen arbeiten. Eine davon ist das Projekt Carré Mobility (https://www.carre-mobility.de). Zufällig darf ich an diesem Projekt teilnehmen. Wir versuchen also nicht nur ein Fahrzeugsharing für Wohngemeinschaften aufzubauen, sondern mit Hilfe der digitalen Welt, auch soziales Sharing. Das fängt an, mit dem Mitbringen von Einkäufen, kann aber auch bedeuten, dass ich jemanden für einen Kinobesuch finden kann, denn mit Mehreren zusammen, macht das Leben mehr Spaß.

Schaut Euch die Idee mal an und wenn Ihr sie toll findet, dann unterstützt das Projekt doch. Das geht ganz einfach über https://www.startnext.com/carre-mobility. Ich gehöre dem Projekt „nur“ als Mitarbeiter an, aber ich bin davon überzeugt und habe selber einen Betrag investiert / gesponsort. Vielleicht kann man das auch auf dem Land etablieren, denn von den ersten Lösungen in den Großstädten habe ich persönlich auch nichts, aber ich sehe die Lösung auch auf dem Land als eine Möglichkeit.